Wettkampftest

Neben vielen kleinen Events war es nun endlich soweit. Ich sollte meinen ersten Halbmarathon laufen, in Kassel wo vor ziemlich genau einem Jahr alles begann. Ohne meine 4 Monate dort hätte ich wohl nie mit dem Laufen begonnen – eine Situation , die ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann. Und ebenso unvorstellbar ist es mittlweile einen Wettkampf oder auch nur ein Training ohne den Forerunner 610 zu absolvieren. Beim Strongmanrun musste ich erleben wie es ist so ganz ohne Paceangabe und Pulsmessung zu laufen – der Forerunner war einfach zu schade fĂĽr Matsch und Wasserbecken.

Aber in Kassel durfte er natĂĽrlich nicht fehlen, vor allem bei den angekĂĽndigten Temperaturen war in jedem Fall nach Puls laufen angesagt. Denn im Sanitätszelt oder gar im Krankenhaus wollte ich keinesfalls landen, nur weil ich mich von der Masse mitreiĂźen lieĂź und viel zu schnell unterwegs war. So wurde der Forerunner am Vorabend noch brav geladen – nicht weil er leer war, nur als Sicherheit. Der Akku hält bei mir noch immer sehr lange, wahrscheinlich da ich ihn wirklich nur lade wenn er ganz leer ist und die Uhr auch manchmal wirklich “leerlaufen lasse“. Wenn ich im Training dann mal den letzten Kilometer nicht draufhabe, finde ich das nicht so schlimm als dauerhaft eine schlechte Akkuleistung zu haben.

Beim Training war der Forerunner schon eine riesen Hilfe, ich konnte systematisch auswerten wie ich schneller wurde und mir eine realistische Zielzeit für den Halbmarathon in Kassel setzen. Meinen Trainingsplan konnte ich berufsbedingt zwar nicht einhalten, aber immerhin wusste ich was möglich sein würde.

So stand ich also am Start zwischen lauter anderen Halbmarathonläufern und schickte meinen Forerunner schon mal auf Satellitensuche. Der Start befand sich unter dichten Bäumen, sehr angenehm schattig aber für das GPS-Signal nicht gerade super. Trotzdem fand der 610er schnell ein starkes Signal, die anderen Pulsuhren um mich herum schienen weder den Satellitenempfang noch die Herzfrequenzübertagung zu beeinflussen. Einmal verlor er kurz das GPS-Signal, doch als es losging, hatte ich Empfang und verlor ihn den gesamten Lauf über nicht mehr.

Nach den ersten paar Kilometern schaute ich neben der Pulsanzeige dann doch mal nach der Geschwindigkeit – hui, 5.47/km, ich war zu schnell unterwegs. Das sei auf den ersten paar Kilometern normal, doch auch bei 5 und 6 war ich noch zu flott unterwegs. Der Puls hielt sich aber auf einem hohem Niveau stabil und ich dachte mir nur “dann läufst du jetzt Zeit heraus, die du dann gegen Ende dranhängen kannst“. Der “Einbruch” kam bei den Steigungen auf Kilometer 12 bis 14, aber ich fing mich wieder, immer den Puls im Auge.

Alle 2 Kilometer schĂĽttete ich mir entweder becherweise Wasser ĂĽber den Kopf oder nutzte die “Duschmöglichkeiten” der hiesigen Feuerwehr. Den Forerunner lieĂź das bis auf ein paar Wasserflecken unbeeindruckt. Klatschnass hatte ich trotzdem noch eine gute Ăśbertragung der Herzfrequenz und der Pulsgurt blieb an Ort und Stelle. Als ich nach 21,1 km in der Hitze endlich ins Ziel kam, war ich nur noch glĂĽcklich. Selbst daheim war ich noch ziemlich fit, nach einer Dusche und einer leckeren Portion Lasagne fiel die Bestandsaufnahme und Auswertung bei Garmin Connect positiv aus. Der Forerunner hatte die ganze Strecke störungsfrei angezeigt, mir eine kontinuierliche Beurteilung der Herzfrequenz ermöglicht und bis auf kleine SchĂĽrfungen im Pulsgurtbereich auch keine Spuren hinterlassen.

So klatschnass wie ich am Ende war, wunderte mich dies jedoch kaum. Und ich hatte mich auf deutlich mehr Wehwehchen eingestellt!;-) Danke Garmin fĂĽr eure tolle UnterstĂĽtzung, ich liebe diese Uhr einfach!

Voll verkabelt – Forerunner 610 vs. EKG

Nun besitze ich den Forerunner 610 schon ein ganzes Weilchen und bin immer noch genauso begeistert wie zu Beginn. Vieles hat sich in den letzten Wochen geändert und die Uhr hat mir trotz stressigem Berufstart, lauter Papierkram und einer allgegenwärtigen Müdigkeit doch immer tapfer zur Seite gestanden, wenn ich es dennoch schaffte eine Runde laufen zu gehen. Es ist eben doch ein Motivationsschub zu wissen, man kann seine Leistung abends genau erfassen und mit anderen teilen. Die Uhr macht einfach Spaß und dank der Tanita BC-1000 Waage benutze ich sie sowieso täglich mindest einmal. Einbußen was die Akkuleistung angeht habe ich dabei noch nicht bemerkt und die Waage zeigt auch ganz brav konstante Werte an.

Einem kleinen Test wollte ich den Forerunner 610 jedoch noch unterziehen, da sich mir eben recht leicht die Möglichkeit bot (Anfänger haben immer einen erfahrenen Kollegen an ihrer Seite, also keine Angst um die schlafenden Patienten ;-) ): In meiner Mittagspause verkabelte ich mich kurzerhand selber an unserem EKG-Monitor und band den Textilgurt um. Eine genauere Methode zur Pulsmessung kann man wohl auf die Schnelle nicht finden und ich war sehr gespannt wie sehr Monitoranzeige und Pulsuhr ĂĽbereinstimmen. Gar nicht so leicht die Uhr zu halten und dann per Smartphone ein Foto zu schieĂźen – dies erklärt die Bewegungsartefakte im EKG, keine Sorge ich bin gesund! :-D

Nach einer kleinen Vorwärmphase und reichlichem Anfeuchten der Kontakte am Textilgurt konnte ich meinen Vergleich anstellen…

Die Werte variierten maximal um 2 bis 3 Schläge, wobei das geeichte EKG natürlich ein paar Milisekunden schneller reagierte. Alles in allem für eine Sportuhr sehr genau, denn ob der Puls beim Training nun 154 oder 156 Schläge pro Minute beträgt, ist sicherlich auch für den ambitionierten Marathonläufer nicht essentiell wichtig. Fakt ist, die Uhr zeigte bei mir in Ruhe sehr realistische Werte an und alle Änderungen (wie zum Beispiel durch meinen 5. Kaffee und die gefühlte 20 Schwestern, die hereinkamen und wissen wollten, was ich denn da mache) wurden sehr zeitnah übertragen.

Wie sich das ganze unter Belastung verhält, konnte ich so angekabelt nicht testen (sehe auch blöd aus mit einem mobilen Monitor durch den OP zu joggen, das Beweisfoto hätte ich wohl dabei eh nicht schießen können), dafür hatte ich ja den Uhrenvergleich und werde den Forerunner 610 sicherlich zu meinem ersten Belastungs-EKG vor dem Halbmarathon mitnehmen. Man darf also weiter gespannt sein.

Ein Blick zurĂĽck: Reevaluation des Textilgurtes

Knapp zwei Monate trainiere ich nun schon mit dem Forerunner 610 + Textilgurt. Und da es von Anfang an um den Gurt ging, wollte ich noch ein paar Worte darĂĽber schreiben wie es nun eigentlich weiterging.

Zunächst muss ich sagen, dass ich weiterhin bei jedem Lauf und auch drinnen beim Spinning durchgehend realistische und nachvollziehbare Pulswerte erhielt. Die Verbindung ist da sobald man die Uhr aus dem Standbymodus holt und ist bisher bei mir noch nie abgerissen.

Bei einer kleinen Recherche im Internet fand ich diverse Kommentare, deren Autoren Probleme mit massiven Schwankungen der angezeigten Herzfrequenz hatten. Durch mein initiales Gurtproblem mit der alten Uhr (am Ende war dort im Vollplastikgurt die Batterie leer) war ich außerdem auch auf Berichte gestoßen, in denen Funktionskleidung wie Shirts aus synthetischem Material die Übertragung der Werte zur Uhr stören oder zu falschen Messungen führen sollte. Der genannten Theorie nach könnten sich die Shirt elektrisch aufladen und damit störend wirken.
Beim Training – egal ob Laufen, Spinning oder Rudern – trage ich ausschließlich Funktionskleidung, also mindestens ein Shirt oder draußen bei diesen Temperaturen auch schon mal in drei bis vier Lagen. Dabei habe ich von eher einfach produzierten Werbeshirts über günstige Eigenmarken bis zum teuren Markenprodukt alles schon über dem Textilgurt getragen. Wie erwähnt sah ich stets der Belastung entsprechende Frequenzen im Display, vielleicht sind die Pulsgurte da unempfindlicher geworden bzw. besser isoliert.

Besonders interessierte mich aber der Batteriewechsel, auch wenn dieses Thema nach 8 Wochen Benutzung noch nicht aktuell ist. Bei meinem alten Vollplastikgurt war allerdings kein selbstständiger Batteriewechsel vorgesehen, man sollte den Gurt einschicken und würde einen Ersatz erhalten – natürlich zu einem höheren Preis als der simple Austausch der Knopfbatterie kosten würde. Die Uhr würde dabei auch gleich gewartet, sicher von Vorteil. Aber die Uhr war ja in Ordnung und ich hätte in der Zeit (mindestens eine Woche) keine Pulsuhr gehabt. Also kaufte ich einen Polar Wearlink® (im Internet etwa so teuer wie das Einschicken), bei dem man nun hinten recht leicht mit einem Geldstück selbst die Batterie wechseln kann.
Beim Garmin Textilgurt muss man nun schon zum Schraubenzieher greifen, ein selbstständiger Batteriewechsel ist aber ebenfalls möglich. Er funktioniert mit einer Knopfbatterie des Typs CR2032, welche auch in vielen Fernbedienungen verwendet wird. Sie ist in vielen Drogeriemärkten erhältlich und kostet bei einem bekannten Onlineshop nicht einmal einen Euro pro Stück. Also auch hier keine Abzocke mit Spezialbatterien, die dann nur beim Juwelier für 10€ zu haben sind (dieses Problem hatte ich mit der alten Uhr als ihre Batterie zur Neige ging, zum Glück muss man beim Forerunner 610 ja nur den Akku aufladen).

Ansonsten habe ich den weichen Gurt von Zeit zu Zeit immer etwas weiter gestellt, um zu sehen, ob er auch dann noch gut misst. Er war zuvor nicht zu eng, ist aber nun noch bequemer. Trotzdem verrutscht er nicht und die Messung ist ebenfalls noch wie zuvor. Über Scheuerstellen und andere Unannehmlichkeiten kann ich auch nach längeren Läufen nicht klagen. Die Messwerte sind stabil geblieben. Ich trug Uhr und Gurt beispielsweise auch beim Silvesterlauf in Lägerdorf über 14km. Wie die Sache bei einem Marathon oder Ultramarathon aussieht, kann ich leider noch nicht beurteilen, aber zumindest auf der Halbmarathondistanz wird dies im Mai ausprobiert.

Eigentlich merkt man kaum, dass man den Forerunner 610 überhaupt trägt – außer vielleicht am Vibrieren nach einer vollendeten Runde (die ich nun auch sehr easy auf 1km anstatt einer Meile umstellte) sowie anhand der neidischen Blicke, die einem dann unter Läufern doch mal zugeworfen werden. Verständlich, ist eben eine sehr schöne Uhr. ;-)

Die Balance finden – Tanita BC-1000 Waage

Erst wusste ich ja gar nicht so genau, worum es überhaupt geht, als André mich fragte, ob ich eine Waage für ihn testen wolle. Man könne sie mit dem Forerunner 610 bedienen und so hatte ich plötzliche eine gläserne Multifunktionswaage bei mir zu Hause.

Schon der erste Eindruck der Tanita BC-1000 ist positiv, das Design ist modern und ansprechend. Mitgeliefert werden 4 Standfüßchen, falls man sie auf unebenem Untergrund wie Teppich verwenden möchte. Außerdem ist eine kleine CD-Rom mit der Bedienungsanleitung dabei. Daraus entnahm ich sogleich, warum die Waage keinerlei Display oder externes Bedienungsmodul besitzt. Man kann sie entweder mit einem dazugekauften Modul bedienen – oder eben mit einem Forerunner. Kompatibel ist die Körperanalysewaage mit den Modellen FR 60, 210, 310XT und eben 610, die man alle auch im Set mit der Waage auf der Tanita Homepage bestellen kann.

In der Kurzanleitung der Uhr war mir schon aufgefallen, dass der Knopf für das Displaylicht nicht nur gleichzeitig die Uhr ganz ausschaltet, sondern auch zur Bedienung von Waagen genutzt werden kann. Wie es nun genau funktioniert, war der Bedienungsanleitung der Tanita BC-1000 leider nicht zu entnehmen, also griff ich auf das tolle Blog von Testerin Nadin zurück. Die hatte nämlich schon ihre eigenen Erfahrungen mit der Waage veröffentlicht und so war der erste Test kein Problem. Zweimal kurz den Knopf drücken, schon blinkt das grüne Licht an der Waage und man kann sich barfuß daraufstellen. Die Uhr zeigt einem Körpergewicht, Körperfett und den Hydratationszustand des Körpers an. Das Gewicht war realistisch, mit dem Körperwasser kannte ich mich bezüglich Normwerte nicht aus. Aber 8% Körperfett? Das könne keinesfalls korrekt sein. Bei einer Messung in einem Fitnessstudio vor ein paar Monaten waren es noch 17%.

Begründet auf Nadins Erfahrungen hatte ich bei Erstnutzung extra darauf geachtet, die Frage „Aktivsportler?“ mit nein zu beantworten. Und dennoch zeigte die Waage auch beim zweiten Versuch 8% Körperfett an. Etwas ratlos entschied ich, es einfach nüchtern und ohne Kleidung am nächsten Morgen noch einmal zu versuchen. Dies klappte dann offenbar besser, diesmal mit 20% Körperfett auch hier ein halbwegs relevanter Wert – wenn auch kein charmanter, aber das spornt immerhin an! Als ab dem dritten Testtag dann nur noch Werte um 18% angezeigt wurden, waren die Tanita BC-1000 und ich endgültig Freunde. ;-)

Mittlerweile ja auch im Besitz eines Garmin Connect Kontos und der dazugehörigen Verknüpfung des ANT Agents (das manuelle Hochladen der Gesundheitsdaten funktionierte nicht), war die Datenübertragung und weitere Auswertung daraufhin problemlos. Am Computer lassen sich unter „Gesundheit“ weitere Daten wie Knochenmasse, Muskelmasse, viszerales Fett (also das Fett um die Bauchorgane), Körperbau (Skala von 1 bis 9 als Korrelation von Fett zu Muskelmasse), das metabolische Alter und die tägliche Kalorienaufnahme. Großes Plus im Messwertwirrwarr: mit einem Klick wird unterhalb der Wertetabelle eine Legende angezeigt, die Normwerte für Männer und Frauen enthält. Jeder einzelne Wert kann ebenfalls nach mehrerer Messungen als Verlaufskurve in einem Diagramm (wie z.B. oben zu sehen) oberhalb der Tabelle dargestellt werden. Generell würde ich aus medizinischer Sicht sagen, dass die Werte nicht absolut sondern im Verlauf gesehen werden sollten, aber auch einen guten Anhalt geben, in welchem körperlichen Zustand man sich befindet. Oder wie ein erfahrener Marathonläufer neulich zu mir sagte „Jedes unnötige Gramm Fett, dass man bei einem Wettkampf mit sich herumschleppt, ist eins zu viel!“.

Ob ich mir nun bei einem metabolischen Alter von 12 Sorgen machen muss oder es etwas Gutes ist, weiß ich zwar nicht – aber solange sie nicht das geistige Alter sein soll, mache ich mir dazu einfach mal keine weiteren Gedanken! :-D

Liebe GrĂĽĂźe, eure Jola_rennt

Laufen & Teilen – Datenanalyse am PC

Nun ein paar Worte zur Auswertung der Trainingsdaten mit dem Forerunner. Prinzipiell kann man sich entscheiden, ob man seine Läufe lieber für sich allein auf dem Desktop analysiert oder alles online archiviert und nach Belieben Strecken und Fortschritte mit anderen Läufern teilt.

Die Auswertung auf der Festplatte erfolgt mit dem Programm Training Center für die Onlinearchivierung der Daten muss zunächst ein Garmin Connect-Account eingerichtet werden. Man kann natürlich auch beiden Varianten parallel nutzen.

Um die Daten von der Uhr überhaupt auf den Computer zu bekommen, benötigt man den mitgelieferten USB ANT Stick. Schon auf der Tüte des Sticks wird per Aufkleber gewarnt, diesen nicht sofort in den USB Slot zu stecken, sondern erst hier einen Treiber herunterzuladen. Leider kein Direktlink und auch etwas schwammig formuliert, denn auf der englischen Garmin Homepage kann nun den Treiber, den Treiber im ANT Agent und Treiber im ANT Agent + Training Center herunterladen. Natürlich gibt es auch unterschiedliche Treibersoftwares für Windows und Apple Mac (auf Linux werde ich es demnächst ausprobieren). So hatte ich zunächst nur den Treiber installiert, den Stick hereingesteckt, mich gewundert und erst danach das benötigte ANT Agent-Programm heruntergeladen. Dies sagte mir natürlich gleich, ich dürfe keinesfalls schon den USB Stick anschließen – war aber eben schon passiert.

Nicht weiter schlimm, da der Treiber drauf war, aber so richtig funktionierte das ganze dann noch immer nicht. Der ANT Agent fand nämlich die Uhr nicht, egal wie dicht sie neben dem Stick lag und obwohl ich sie aus dem Standbymodus holte. Nach diversem Deinstallieren und Installieren, suchte ich die Garmin Hilfeseite der Homepage ab. Diese ist wirklich Gold wert, denn sofort fand ich den Fehler: man muss an der Uhr die „anfängliche Kopplung einschalten“. Ob die nun immer bei der werksfrischen Uhr ausgestellt ist, weiß ich nicht, aber bei mir war es so. Prüfen kann man dies an der Uhr über Menü < Einstellungen < System < Datenübertragung – bei „anfängliche Kopplung“ gegebenenfalls einschalten.

Danach klappte alles sofort, der ANT Agent übertrug die Daten in das Training Center. Ein Garmin Connect Konto hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, also kein Häkchen bei „mit Garmin Connect verbinden“. Die Daten wollte ich auch nicht gleich von der Uhr löschen, falls doch was schief geht, daher auch im zweiten Kasten kein Häkchen. Benennen kann man seinen Forerunner auch noch.

Erst einmal schaute ich mir meine Läufe im Training Center an. Im Verlauf sind die Aktivitäten wochenweise aufgeführt. Durch Anklicken eines Laufes, sieht man sofort die Karte mit seiner Strecke sowie eine Kurve, die Pace und Herzfrequenz über den gelaufenen Zeitraum anzeigt. Unter „Gesamt“ werden Entfernung, Dauer, Durchschnitts-Pace und –Geschwindigkeit, maximale Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch, durchschnittliche und maximale Herzfrequenz des gesamten Laufs sowie pro Runde angezeigt. Des Weiteren erhält man eine tabellarische Einteilung der Pulsbereiche, in denen trainiert wurde.

Um meine Läufe mit dem #twitterlauftreff teilen zu können, wollte ich aber nun doch ein Garmin Connect Konto haben. Die Anmeldung war denkbar leicht, genau wie das manuelle Hochladen von der Website aus. Aber wie verknüpft man nun nachträglich den ANT Agent damit? Beim Doppelklick auf das Fenster öffnet sich lediglich das bekannte Fenster zur Datenübertragung. Mit etwas Herumklicken und durch den #twitterlauftreff erfuhr ich, man müsse das Communicator Plugin installieren. Danach funktionierte es aber trotzdem nicht. Auch nach Desinstallation und erneuter Installation kam ich nicht mehr auf das Fenster, um das Häkchen zu setzen. Auf der Garmin Connect Seite wurde aber nur dieser eine Weg beschrieben. Hier half mir der Garmin Support @GarminD über Twitter schnell weiter: über einen Rechtsklick mit der Maus auf das kleine Taskleistensymbol kommt man doch in Geräteeinstellung, dort lässt sich das Häkchen setzen. Beim nächsten Hochfahren des Computers wird dann nach Benutzernamen und Passwort des Garmin Connect Accounts gefragt. Danach funktioniert alles wie von selbst, alle Daten werden automatisch hochgeladen.

 

Auf der Plattform lassen sich dann Daten wie das Körpergewicht, Geschlecht und Größe ergänzen, andere Trainings manuell hochladen, Ziele eingeben und sein Profil kann man auch erstellen bzw. abändern. Unter Menüpunkt „Strecken“ kann man neue Laufrouten virtuell in GoogleMaps planen und Läufe mit derselben Strecke vergleichen. Man wird über „erste Schritte“ langsam herangeführt und es macht richtig Spaß sich neue Wege zu suchen.

NatĂĽrlich ist auch die VerknĂĽpfungen zu den verwendeten sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & co. möglich, so werden Freunde und Trainingspartner ĂĽber ausgewählte oder eben ĂĽber alle Aktivitäten informiert. Lieblingsstrecken können geteilt und ausgetauscht werden, andere die eigenen Trainingserfolge im Verlauf verfolgen – aber alles eben nur, wenn man entsprechende Daten fĂĽr alle sichtbar macht.

Also noch eimal kurz zusammengefasst fĂĽr alle die einen neuen Forerunner 610 erstanden haben:

  1. Sofern noch nicht vorhanden Garmin Connect Account einrichten
  2. ANT Agent ohne oder mit TC herunterladen
  3. Communicator Plugin herunterladen
  4. “anfängliche Kopplung” an der Uhr einschalten
  5. ANT Agent MenĂĽ folgen

Hoffentlich klappt dadurch bei euch alles etwas schneller – viel SpaĂź & einen guten Laufstart ohne viel Gerutsche ins Jahr 2012! Eure Jola

Wind & Wetter – Der Regentest

Studium beendet, Weihnachten steht vor der Tür – für mich gleichbedeutend mit einen Besuch in der norddeutschen Heimat. Und wo könnte man den Forerunner 610 besser auf seine „Schlechtwettertauglichkeit“ testen als an direkt der Küste? Eine steife Brise weht immer und mit „Schietwedder“ meint der Einheimische auch etwas mehr als Nieselregen und einstellige Temperaturen. So ist es auch keine Kunst trotz strahlendem Sonnenschein beim Start noch gegen Ende von oben richtig nass zu werden.

Da meine Lieblingsstrecke mich quer über Felder und durch spärlich besiedelte Dörfer führt, trug ich nun auch zum ersten Mal richtige Handschuhe anstatt meiner Armstulpen. Eine weise Entscheidung bei dem eisigen Wind, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob das Display der Uhr damit wirklich problemlos zu bedienen ist.

Den Satelliten fand der Forerunner schon nach etwa 5 Sekunden – und wenn man hier damit ein GPS-Signal empfängt, dann wahrscheinlich auch überall sonst auf der Welt. ;-) Während ich mitten in Frankfurt am Main trotz der vielen Wolkenkratzer fast genauso schnell ein Signal hatte, fror ich in Kassel ziemlich lange und lief dann irgendwann einfach los. Offenbar braucht man nicht unbedingt alle Striche auf der Signalanzeige, damit die Strecke erfasst und eine Geschwindigkeit angezeigt wird. Gut so, denn minutenlang wartenschmälert bei diesen Temperaturen dann doch ein wenig die Motivation überhaupt loszulaufen.

Signal da, also los: zunächst mit Rückenwind und der stillen Freude über den anfänglichen 5er-Pace – das platte Land hat da seine Vorteile. Dieser relativierte sich nach einer Kurve schnell und ich ging dann doch lieber wieder zur Herzfrequenz als Orientierung für das Training über. Die Funktionshandschuhe erwiesen sich dabei als kein Problem, man muss nicht mehr und auch nicht weniger stark auf das Display tippen, um in eine andere Anzeige zu wechseln. Als würde man überhaupt gar keine Handschuhe tragen. Jedenfalls solange diese trocken sind.

Richtig Lust auf eine Dusche vor dem Ziel hatte ich zwar nicht, aber als die dunklen Wolken am Horizont aufzogen, wusste ich es eigentlich schon: der „Forerunner Regentest“ stand unmittelbar bevor. Und ein echter Läufer ist ja schließlich nicht aus Zucker! So ließ das kühle Nass nicht lange auf sich warten und dank Hagel war ich auf dem letzten Kilometer noch ein bisschen schneller als gewohnt. Die Uhr blieb völlig unbeeindruckt, der Regen perlte ab, das Display blieb genauso gut zu lesen wie zu bedienen. Da hat sich Garmin bei der Entwicklung offenbar viele Gedanken gemacht und eine meiner Meinung nach geniale Lösung für Läufer gefunden, unabhängig davon wann und wo sie mit ihrem Forerunner unterwegs sind.

Völlig durchnässt angekommen reichte es den Forerunner 610 kurz abzuwischen. Die einzige Reaktion: der Hinweis „Akku schwach“. So werde ich ihn heute Abend aufladen – zum zweiten Mal seit dem ersten Lauf. Und beim ersten Mal konnte ich trotz dem Hinweis noch bequem 8 Kilometer laufen bevor die Uhr sich nach weiteren 24 Stunden im Standby wirklich ausschaltete.

Da muss sich der Weihnachtsmann heute abend sehr anstrengen, um da was noch besseres unter den Baum zu legen. Aber vielleicht hat er ja einen Forerunner fĂĽr euch dabei!

In diesem Sinne, euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten und viele sportliche Geschenke! Eure Jola_rennt

Hand aufs Herz – Der Direktvergleich

Nach einigen schönen Testläufen mit dem Forerunner 610 auf meiner herbstlichen Lieblingsstrecke (der Winter lässt hier in Hessen noch auf sich warten), wollte ich nun einmal den direkten Vergleich starten. Wie im letzten Artikel beschrieben, hatte ich immer den Eindruck meine Herzfrequenz sei „nicht dynamisch genug“ und auch etwas zu hoch angesetzt. Zwar pendelte sie sich nach zwei oder drei Kilometern schon bei gewohntem Tempo auch die normale Trainingsfrequenz ein, aber irgendwie war ich doch skeptisch.

Also blieb nur der Vergleich des Forerunners 610 mit meiner alten Pulsuhr der Konkurrenz, mit beiden Textilgurten und beiden Uhren. Die ganze Aktion führte ich auf meinem Spinning Bike durch, denn so war es noch leichter die angezeigten Frequenzen ständig und über alle Pulsbereiche zu vergleichen – vor allem ohne sich dabei vor lauter Display anstarren auf die Nase zu legen. ;-)

Zunächst musste ich dafür nachlesen, wie man den GPS-Sensor des Forerunner ausschaltet, um ihn in der Wohnung zu benutzen. Dafür legte ich dann doch die CD-Rom mit der ausführlichen Gebrauchsanweisung ein. Entsprechender Abschnitt war in der gut gegliederten PDF-Datei binnen Sekunden gefunden – wenn man weiß was man sucht, ist das Suchfenster des AdobeReaders Gold wert. Mit ein wenig Herumprobieren hätte man den Menü-Unterpunkt aber sicher auch so gefunden. Außerdem gibt es alle Handbücher ebenfalls auf der Garmin Website, falls man die CD gerade nicht zur Hand hat. Ein Klick, GPS aus, los ging es.

Ach und keine Panik, selbst wenn man beim nächsten Lauf schon wieder vergessen hat, wo im Menü es noch einmal war: der GPS-Sensor schaltet sich automatisch bei jedem Mal ein, wenn die Uhr aus dem Standbymodus geholt wird.

Beide Textilgurte um, beide Uhren ans Handgelenk, rauf auf das Bike. Zunächst zeigte der Forerunner gar keine Frequenz, ich hatte schon Angst beide Uhren würden sich gegenseitig stören. Das wäre bei einem gut besuchten Lauf ja irgendwie hinderlich. Nein, das Problem war die Position des Textilgurtes. Ich hatte den des Forerunners unter dem anderen platziert, also recht weit weg vom Herzen – offenbar zu weit. Kurz getauscht klappte alles wunderbar, beide Uhren zeigten problemlos meine Ruhefrequenz.

So radelte ich los, erst mit wenig, dann viel Widerstand, mit Runnings und allem was dazu gehört. Und ich war zugegeben wirklich erstaunt, denn mein Bauchgefühl hatte mich komplett in die Irre geführt. Beide Uhren zeigten exakt zeitgleich die gleichen Tendenzen an. Meine alte Uhr war lediglich ein bis zwei Schläge höher, aber egal in welchem Pulsbereich ich mich befand: der Forerunner brauchte nicht eine Sekunde länger um auf Veränderungen zu reagieren. Während mein altes Modell im Stehen mit viel Widerstand wild blinkte, um mich auf die 180er Frequenzen aufmerksam zu machen, zeigte der schwarze Alleskönner lediglich den Wert an und darunter den Herzfrequenzbereich. Dieser gilt als Orientierungshilfe, 3 bis 4 zeigt moderate Trainingsfreuquenzen an, während bei mir an manchen Stellen auch gerne Bereiche über 5 stehen.

Um nichts zu verpassen schaute ich fast pausenlos während der ganzen Stunde auf beide Displays und nach einiger Zeit hatten sie sich sogar was den Pulswert angeht völlig angeglichen. Also nichts mit größeren Messintervallen und Artefaktausgleich – mein Herz schlägt beim Training eben so. Und nun noch mehr für den Forerunner 610 als zuvor… ;-)

Noch schöne Vorweihnachtsläufe & trotz Regen viel Motivation,

eure @Jola_rennt

Der erste Lauf

Mittelhessen, 8°C, bewölkt aber trocken. Perfektes Laufwetter für den ersten Testlauf mit dem Forerunner 610. Nach einer verletzungsbedingten Zwangspause und mit dem schicken Alleskönner am Handgelenk war ich so hochmotiviert, dass ich fast aus der Haustür stürmte ohne den Brustgurt anzulegen.

Doch noch rundum ausgerüstet ging es nach draußen. Erster Pulspunkt, der gerade mir mit meinem eher dünnen Handgelenk auffiel: das Armband hat durchgehende Löcher und lässt sich auf die Art auch an meinem Arm anbringen, ohne beim Laufen zu rutschen. Gerade bei langen Läufen würde das doch eher stören und eventuell sogar scheuern.

Um die Uhr aus dem Standby-Modus zu holen, streicht man lediglich einmal über das Display und schon sucht sie nach dem Herzfrequenzsensor und einem GPS-Satelliten. Den Sensor findet sie sofort, die Satellitensuche kann ein Momentchen dauern. Dies ist aber auch immer ortsabhängig, bei mir direkt vorm Haus findet auch das Smartphone nie ein GPS-Signal. ;-)

Über das Display mag man sich als eifriger Nutzer von Smartphones und Tablets zunächst wundern, es reagiert nämlich nicht so sensibel wie man es von genannten Geräten gewohnt ist. Ein Blick in die Beschreibung erklärt jedoch ganz logisch warum: es wurde entwickelt um es eben beim Laufen schnell mit dem Fingernagel zu bedienen. So empfindlich, dass man beispielsweise durch Entlangstreifen eines Ärmels etwas verstellt oder unabsichtlich gleich drei Menüpunkte weiterklickt, soll es gar nicht sein.

Einmal Start gedrückt und los ging es aus der Stadt in den Wald. Während des Laufs hat man vier Anzeigen zur Auswahl, zwischen denen man durch Berühren des Touchscreens leicht wechseln kann. Die Startanzeige besteht aus Stoppuhr, Distanz und Pace, eine Berührung und schon weiß man Herzfrequenz und den altersadaptierten Frequenzbreich, in dem man sich befindet. Egal ob man nun lieber nach Herzfrequenzen läuft, eher nur nach Pace oder gerne beides im Auge behält – kein Problem für den Forerunner 610. Wer mag hat mit dem dritten Anzeigemodus seinen eigenen Virtual Partner® stets dabei, die vierte entspricht dem Standby-Modus mit Uhrzeit, Datum und Wochentag. Für mich genau die richtige Balance aus allem, was ich während des Laufs wissen möchte, aber ohne viel Schnickschnack, der mich vielleicht nach dem Lauf am PC interessiert, beim Lauf jedoch nur verwirrt. Lediglich die verbrannten Kalorien zeigte mir meine alte Uhr mit an, beim Forerunner 610 sieht man diese erst am PC. Oder ich habe die Funktion noch nicht gefunden, ich werde da mal nachforschen ;-)

Besonderes Augenmerk lag auf der Herzfrequenzmessung, da ich einerseits ja den Brustgurt bewerten sollte, andererseits mein Training bisher Herzfrequenz-basiert gestaltet habe – egal ob Laufen, Spinning oder Crosstrainer, auf den richtigen Frequenzbereich legte ich stets viel Wert.

Zu Beginn erhielt ich eine normale Ruhefrequenz, die natürlich beim Loslaufen sofort steil anstieg. Die doch eher hohen Frequenzen führte ich auf meine lange Trainingspause zurück. Angenehm fand ich auch, dass die Uhr in der Grundeinstellung nicht sofort zu piepsen beginnt, wenn man über den Pulszielbereich kommt. Für den Anfänger sicher hilfreich, schaltet man das nervige Piepsen doch spätestens beim ersten Tempotraining aus – man weiß recht schnell, was eine zu hohe Frequenz ist und ignoriert sie bei solchen Trainingseinheiten ja doch meistens. Sicherlich lässt sich aber auch ein Pulsalarm einstellen.

Es wurde weder völlig unrealistische Werte über 200/min angezeigt noch gab es Phasen, in denen die Anzeige leer blieb. Was blieb war der Eindruck, dass mein Puls doch „verdächtig stabil“ wirkte, auch bei Änderungen im Pace, schien sich an der angezeigten Frequenz nicht sofort etwas zu ändern. Bei Überlegungen zu Echtzeitmessung und Herausrechnen von Artefakten entschied ich mich den Forerunner 610 einfach mal im Direktvergleich zu meiner alten Uhr auszuprobieren. Über diesen „speziellen Wettkampf“ mehr in meinem nächsten Artikel, es sei nur soviel verraten: das Ergebnis überraschte mich doch ein wenig.

Insgesamt war der erste Lauf wirklich genial: der Brustgurt ist bequem, verrutscht nicht auch ohne ihn extrem eng einzustellen und hinterlässt keine wunden Scheuerstellen – zumindest auf meine 10 Kilometerchen. Die Herzfrequenz wird konstant und realistisch gemessen, die Bedienung des Touchscreens ist auch bei anstrengenden Etappen ganz leicht und erfordert keine besondere Aufmerksamkeit oder Fingerfertigkeiten.

So kann man sich ganz auf das wesentliche konzentrieren und seinen Lauf einfach nur genieĂźen.

Eure @Jola_rennt

Forerunner 610 – Der erste Eindruck

Selten habe ich so sehnsüchtig auf den Postboten gewartet wie am vergangenen  Samstag. Da blödelte man ein bisschen im #twitterlauftreff herum, tauscht Erfahrungen aus und eh man sich versieht darf man eine Pulsuhr von Garmin testen. Aber nicht irgendeine, nein: den Forerunner 610! Sehr gespannt und hocherfreut konnte ich dann mein kleines Päckchen aus Garminien auspacken…

„Oh je, so viele Einzelteile…“

Dies mag der vielleicht nicht ganz so technisch versierte Läufer beim Öffnen des Kartons zunächst denken. Auf den zweiten Blick wird aber schnell klar: alles völlig easy und selbsterklärend.

Das Netzteil lässt sich  mit zwei aufsteckbaren Adaptern bestücken, für unsere Steckdosen sowie für ausländische Modelle. Auf die Art ist der Forerunner 610 auch im Urlaub oder auf Geschäftsreisen problemlos aufzuladen.

Dieses wird per USB mit dem Ladekabel verbunden, welches wiederum magnetisch an der Uhr haftet. Zwei Handgriffe und schon piepste es und das Display zeigte den Ladezustand an. Zur kabellosen Übertragung der Trainingsdaten wird außerdem noch ein USB Stick mitgeliefert sowie für mich als „Garmin-Neuling“ ein Pulsmesser mit Textilgurt. Weiteres Zubehör muss nicht extra gekauft werden, um alle Funktionen der Uhr zu nutzen.

Einstellungssache

Die schlicht schwarze Uhr selber kommt schon etwas vorgeladen, ich hätte also auch gleich einen Testlauf starten können – aber ein bisschen länger beherrschen konnte ich mich dann doch. Ich hielt mich an die Kurzanleitung, ein ausführliches Benutzerhandbuch erhält man auf CD-Rom. Zugegeben: es ist manchmal besser, dies auch zu lesen, allerdings wollte ich eben laufen und keinen Roman durchackern. Und es ist ja auch schließlich nicht das erste Gerät, das ich programmieren wollte. ;-)

Zu meinem Glück ist das Menü mit dem Touchscreen so kinderleicht zu bedienen, dass ich im Handumdrehen Alter, Körpergröße, Gewicht und Geschlecht eingestellt hatte. Datum, Uhrzeit und die richtige Sprache wusste der Forerunner 610 schon. Ein kurzer Blick auf die Zeichenerklärung in der Kurzanleitung, ein wenig Herumspielen und es konnte theoretisch losgehen.

Der Gurt

Eigentlicher Hintergrund für den ganzen Test ist mein „kleines Gurtproblem“. Die länglichen Pulsgurte aus Vollplastik vieler älterer Modelle sind in der Unisexvariante nämlich offenbar nicht für den schmalen weiblichen Brustkorb gemacht. In den Standardgrößen rutschten sie mir beim Laufen herunter, die Sensorflächen hatten keinen Hautkontakt oder ich musste den Gurt so eng einstellen, dass er nach einem längeren Lauf zum „einschneidenden Erlebnis“ wurde. Schwierig seinen Lauf zu genießen und im Wettkampf alles zu geben, wenn man ständig am Gurt zerren muss, weil die Herzfrequenz nicht angezeigt wird. Daher hatte ich mir für meine alte Pulsuhr einer anderen Marke extra einen neuartigen Textilgurt zugelegt, in der kleinsten Größe gegen das Verrutschen. Dieser sitzt nun – na ja, „wirklich eng“.

Umso gespannter war ich auf den Garmin Textilgurt, auf Verstellbarkeit und Komfort. Beim ersten Anlegen saß er eigentlich schon perfekt, ich hätte ihn aber auch noch enger machen können. Oder sehr viel weiter. Das kleine, leichte Messmodul wird per Druckknopf mit dem Gurt verbunden.

So fiel der erste Eindruck des Gurtes schon einmal positiv aus. Einziges kleines Manko: man soll den Textilteil nach dem Training ausschließlich von Hand waschen. Meinen alten Gurt warf ich immer einfach mit der Funktionswäsche in die Maschine. Da ich mir nicht sicher bin, ob es schlecht für die Hautkontaktflächen ist oder ob es nur um die kleinen Teile geht, die theoretisch beim Ablösen die Waschmaschine kaputt machen könnten, probiere ich das lieber nicht aus. Allzu aufwendig ist es nun auch nicht, ihn per Hand auszuspülen – und von Zeit zu Zeit mal in Waschmittel einzuweichen.

Nun konnte ich die aufgeladene Uhr umbinden, die dank der durchgehenden Löcher im Armband selbst an mein zierliches Handgelenk passt. Und los ging es zum ersten Testlauf…

…darüber mehr im nächsten Artikel. Liebe Grüße, eure @Jola_rennt

Den Garmin Forerunner610 wasserfest gemacht

Der Forerunner610 gehört zu jeglichem Sport dazu und darf natĂĽrlich auch nicht beim Schwimmen fehlen. Nun ist er kein Multisportler, obwohl man zwischen Einstellungen zum Laufen & Fahrradfahren wechseln kann, aber Schwimmen ist ein echtes Problem, da der Forerunner610 zwar Spritzwasser und Duschen erträgt, aber ein längeres Bad in Form einer Schwimmeinheit eben nicht – zumindest nicht ohne Weiteres.

Der Vorteil des Freibades bzw. des Freiwasserschwimmens ist ja, dass man seinen Garmin für die Trainingsstatistiken verwenden kann, natürlich nur, wenn er wasserfest ist. Der neue Forerunner610 musste also wasserfest gemacht werden, denn ich möchte weder auf ihn noch auf meine Statistiken verzichten! Spätestens bei der zehnten Bahn verliere ich den Faden und weiß nicht mehr, wie viel ich schon geschwommen bin bzw. noch muss.

Schwimmen mit dem Forerunner610

Bei Pearl habe ich für ein paar Cent ein Täschchen (normalerweise für Handys & mp3 Player gedacht) entdeckt, das Wasser & Sand keine Chance lässt. Die ziemlich schmal geschnittene Tasche, die auch aufblasbar ist, lässt sich an der oberen Seite mehrmals umschlagen und mit einem Klettverschluss sicher verschließen.Schwimmen mit dem Forerunner610

In diese Tasche passt auch locker der Forerunner. Ich verzichte auf das aufpusten, denn Forerunner und Tasche müssen nicht alleine schwimmen können, sondern unter die Badekappe passen. Was auch mit ein paar Handgriffen und einer möglichst flexiblen Badekappe recht gut klappt.

Schwimmen mit dem Forerunner610

Man hat lediglich nicht die Möglichkeit zu stoppen, wenn der Autostopp ausgestellt ist, weiß aber dafür abschließend, wie viel und wie schnell man in etwa geschwommen ist. Eine kleine Alternative, wenn man keinen anderen Garmin oder Trainingscomputer hat und sich nicht extra für die eine oder andere Schwimmeinheit einen kaufen möchte.

So sieht dann die Aufnahme im Anschluss aus – ich war tatsächlich im Wasser:

Schwimmen mit dem Forerunner610