Heute ist der Tag gekommen, an dem ich nach vielen erfolgreichen Trainingsstunden und zwei tollen Wettkämpfen mit dem aktuellen Garmin Topmodell »Forerunner 610« (m)ein Fazit ziehen will.
Es war ein spannender Monat. Am Anfang, als das Paket von Garmin kam, hatte ich vor lauter Freude etwas Pipi in der Hose und heute freue ich mich jedes Mal, wenn ich auf den Forerunner 610 schaue. Denn das ist der erste große Vorteil gegenüber meinem bisherigen Laufcomputer dem Forerunner 305. Der FR610 ist absolut alltagstauglich. Ich trage ihn, im wahrsten Sinne des Wortes, rund um die Uhr. Der FR610 ist elegant und trägt sich angenehm. Eine Zweituhr will und benötige ich nicht mehr.
Der Forerunner 610 macht viel Spaß. Das steht einmal fest.
Er ist aber vorrangig ein professioneller Trainingscomputer mit einem innovativen Bedienungskonzept. Man bedient den FR610 via Touchscreen. Das ist bisher einmalig in der “Laufcomputer-Welt”! Anfangs dachte ich skeptisch, was hat ein Touchscreen in der Sportwelt verloren. Heute weiß ich, es funktioniert. Es funktioniert sogar sehr gut!
Nach ein wenig Übung, ist mein Zeigefinger ein Meister der FR610-Bedienung. Nur bei den schmalen Zahlenreihen hat der Finger etwas Schwierigkeiten. Das liegt aber an der Dicke meiner Fingerkuppe.
Tipp daher: Wenn es mal “eng” wird, einfach die Fingerspitze mit dem Nagel für die Bedienung nutzen.
Meine Tests haben es bewiesen. Den FR610 kann man im Regen gut bedienen und selbst im Winter mit Handschuhen. Somit steht einem Ganzjahrestraining nichts im Wege.
Was kann der Forerunner 610 weiterhin – was zeichnet ihn aus (einige wichtige Fakten):
Akku
Garmin gibt 4 Wochen im Stromsparmodus an. Das konnte ich natürlich nicht testen. 8 Stunden soll der FR610 im Trainingsmodus halten. In einem Dauertest hat der Akku meines FR610 ca. 7:20 h gehalten. Das mag für einige Sportler zu wenig sein. Ich denke da an Radsportler, Triathleten, Ultra-Läufer etc.. Für genannte Sportarten und Extreme ist dann der aktuelle Garmin Forerunner 310XT eindeutig die bessere Wahl. Für ambitionierte Freizeit- und Wettkampfläufer reicht aber die Akkulaufzeit. Es ist eben ein Forerunner – for Runner!
Aufgeladen wird der FR610 sehr komfortabel mit einem magnetischen “Dock” (mir fällt jetzt keine bessere Bezeichnung ein). Es sitzt sehr fest und kann an einem USB Port oder 220V-Netzteil angeschlossen werden.
Brustgurt
“Er liegt gut an, rutscht selbst bei verschwitztem Oberkörper nicht und ich spüre ihn kaum. Einwandfrei!”
Display
Das Display ist sehr kontrastreich und daher immer gut ablesbar.
GPS
Der GPS-Empfang ist vorbildlich. Laut Garmin ist der bestmöglich verfügbare GPS Chip verbaut – O-Ton. Die benötigten Satelliten werden schnell und zuverlässig bestimmt respektive gefunden. Einige Beweisvideos findet ihr hier im Testblog. In den Systemeinstellungen findet man zudem eine spezielle Satellitenanzeige. Die Seite für Technikfreaks. Es wird angezeigt: Anzahl der Satelliten, Nummer, die Signalstärke und GPS-Genauigkeit.
Trainingsoptionen
Der FR610 bietet zwei Trainingsvarianten. Zum einen das Intervalltraining und zum anderen das benutzerdefinierte Training, welches ich seit Anfang ständig nutze.
Beim Forerunner 610 kann man wie bei anderen FR Modellen zwischen den Sportarten Laufen und Radfahren einfach wechseln. Natürlich bietet der FR610 spezifische Einstellmöglichkeiten.
Da wären:
- diverse Alarme (HF, Distanzen, Zeit etc.)
- Auto Lap
- Auto Pause
- automatischer Seitenwechsel
- Virtual Partner (fürs Laufen oder Radfahren konfigurierbar)
- Virtual Racer … ist eine ganz neue Option – Nadin hat diese getestet und gut sehr beschrieben (LINK)
Auch neu und mittlerweile unverzichtbar für mich: der Trainingseffekt von Firstbeat. Kein anderer Forerunner bietet diese Funktion! Und für mich ein Grund, den FR610 anderen FRs vorzuziehen.
Jetzt kann ich endlich sehen wie effektiv mein Marathontraining ist. Ihr habt folgenden Beitrag hoffentlich gelesen?! Kleine Garmin Trainingslehre… (Nur Nadin kann das so gut erklären! Danke dafür.)
Organisation der/ meiner Trainings
Trainings lege ich, wie vom FR305 gewohnt, im Garmin Trainings Center an und übertrage diese endlich(!) drahtlos via USB ANT Stick an den FR610. Umgekehrt lade ich die Aufzeichnungen ins Center.
Kurz zur Garmin Trainings Center Software: Die Software ist praktisch und läuft sehr stabil auf meinem Mac. Einige Sachen, wie die Kartenansicht und das Löschen von Einträgen sollten in Zukunft verbessert werden. Bisher kann ich immer nur einen Eintrag löschen und nicht mehrere gleichzeitig. Sorry, die Kartenansicht ist noch nicht wirklich zu gebrauchen. Wer viele Auswertungsfunktionen und eine schönere Kartenansicht benötigt, dem empfehle ich zusätzlich rubiTrack für Mac OS X. Ich benutze beide Programme.
Sehr gut gefällt mir die Garmin Connect Plattform im Internet und da muss sich eigentlich jeder “Garminianer” anmelden. Zeigt was Ihr drauf habt!
Nun komme ich aber langsam zum Schluss. Wir Tester haben schon soviel zum FR610 geschrieben…
Mein heutiges Fazit:
Der Test hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe außerdem viel dazu gelernt. Es gab überwiegend gute Trainingsstunden und nur ganz wenige Schrecksekunden. Ich erinnere an den Auto-Pause Schluckauf und den Firmware Fehler. Beide Probleme waren schnell behoben. Garmin hat beim FW Problem hervorragend und professionell reagiert. Es wurde umgehend ein Update angeboten. So gehört sich das. Mit der aktuellen Firmware 2.4 läuft der FR610 tadellos.
Mit dem Forerunner hat Garmin wahrlich ein Prachtstück auf den Markt gebracht.
Wenn es was zu verbessern und optimieren gibt, dann sind das nur Kleinigkeiten. Neuerungen und/ oder Änderungen lassen sich gut mit Software-Updates einspielen. Ich bin gespannt, was noch kommt.
Verbesserungswünsche hat jeder und ich heute nur zwei.
Der Energiesparmodus sollte tatsächlich deaktivierbar sein. Ich weiß natürlich, dass der Akku dann mehr gefordert ist. Außerdem wünsche ich mir eine kleine App, mit welcher ich offline die wichtigsten Eckdaten und Parameter einstellen kann und drahtlos an den FR610 übergebe. Da gibt es eine “Obstfirma” in Cupertino mit dieser Musiksoftware… so ähnlich stelle ich mir das vor.
Wenn mein Forerunner 305 heute den Geist aufgeben würde, dann würde ich mir den Forerunner 610 kaufen. Das Design inklusive der guten Verarbeitung, die Alltagstauglichkeit, dass gute und logische Bedienungskonzept hat es mir angetan. Die Akkulaufzeit reicht für alle meine(!) sportlichen Aktivitäten und eine wasserdichte Pulsuhr benötige ich nicht. Die neuen Funktionen, besonders der erwähnte Trainingseffekt, sind das Zünglein an der Entscheidungswaage. Kein anderer Forerunner bietet die TE-Funktion und ich will sie nicht mehr missen.
Die 399,00 Euro, inkl. Brustgurt, sind kein Pappenstiel, aber wenn man wie ich, ambitioniert Sport treibt, wirklich gut angelegt. Davon bin ich heute überzeugt und die Tests der letzten Tage beweisen das eindeutig. Der FR610 wird mir lange treu sein, davon gehe ich aus. Vielleicht darf ich ihn behalten?
Bitte geht zum Händler. Lasst Euch den Garmin Forerunner 610 erklären und testet ihn kurz. Ihr werdet am Ende fasziniert sein!
Nun noch einige Fotos, auf denen Ihr hoffentlich seht, dass das Laufen mit dem Forerunner extrem viel Spaß macht. Außerdem gibt es dazu noch ein kurzes Video. Wer nun Lust auf einen Rostocklauf hat, meldet sich bei mir und wir drehen dann eine Runde gemeinsam. Deal?
Alle Fotos hier: http://gallery.me.com/pristaff/100469 (Lauf am 6. Juli 2011 (Fotos & Video: Timo Roth → timo-roth.de)
Video »Ein Testmonat macht soviel Spaß!«
Habt Ihr noch Fragen, dann stellt diese bitte. Ich versuche jede zu beantworten. Ihr findet mich auf Twitter & Facebook. Google+ muss ich erst noch verstehen und lernen.
Ein Tipp zum Schluss: Wenn Eure Lieblingsfirma zum Testen einlädt. Bitte bewerbt Euch! Ich kann das nur empfehlen. Es macht riesig Spaß. Und wer weiß, vielleicht hat der nächste Forerunner Livetracking dabei? Dann beobachte ich Euch!
Ich drücke jedem von Euch die Daumen.
Gruß von André & Goodbye!
PS: Ich hoffe, dass Garmin nun diese Plattform nicht sofort schliesst. Ich bin Euch doch noch einen Artikel schuldig. Hier flirten Tanita und Peter ganz dolle. Und ich will Euch davon berichten…











