Forerunner 610 – Der erste Eindruck

Selten habe ich so sehnsüchtig auf den Postboten gewartet wie am vergangenen  Samstag. Da blödelte man ein bisschen im #twitterlauftreff herum, tauscht Erfahrungen aus und eh man sich versieht darf man eine Pulsuhr von Garmin testen. Aber nicht irgendeine, nein: den Forerunner 610! Sehr gespannt und hocherfreut konnte ich dann mein kleines Päckchen aus Garminien auspacken…

„Oh je, so viele Einzelteile…“

Dies mag der vielleicht nicht ganz so technisch versierte Läufer beim Öffnen des Kartons zunächst denken. Auf den zweiten Blick wird aber schnell klar: alles völlig easy und selbsterklärend.

Das Netzteil lässt sich  mit zwei aufsteckbaren Adaptern bestücken, für unsere Steckdosen sowie für ausländische Modelle. Auf die Art ist der Forerunner 610 auch im Urlaub oder auf Geschäftsreisen problemlos aufzuladen.

Dieses wird per USB mit dem Ladekabel verbunden, welches wiederum magnetisch an der Uhr haftet. Zwei Handgriffe und schon piepste es und das Display zeigte den Ladezustand an. Zur kabellosen Übertragung der Trainingsdaten wird außerdem noch ein USB Stick mitgeliefert sowie für mich als „Garmin-Neuling“ ein Pulsmesser mit Textilgurt. Weiteres Zubehör muss nicht extra gekauft werden, um alle Funktionen der Uhr zu nutzen.

Einstellungssache

Die schlicht schwarze Uhr selber kommt schon etwas vorgeladen, ich hätte also auch gleich einen Testlauf starten können – aber ein bisschen länger beherrschen konnte ich mich dann doch. Ich hielt mich an die Kurzanleitung, ein ausführliches Benutzerhandbuch erhält man auf CD-Rom. Zugegeben: es ist manchmal besser, dies auch zu lesen, allerdings wollte ich eben laufen und keinen Roman durchackern. Und es ist ja auch schließlich nicht das erste Gerät, das ich programmieren wollte. ;-)

Zu meinem Glück ist das Menü mit dem Touchscreen so kinderleicht zu bedienen, dass ich im Handumdrehen Alter, Körpergröße, Gewicht und Geschlecht eingestellt hatte. Datum, Uhrzeit und die richtige Sprache wusste der Forerunner 610 schon. Ein kurzer Blick auf die Zeichenerklärung in der Kurzanleitung, ein wenig Herumspielen und es konnte theoretisch losgehen.

Der Gurt

Eigentlicher Hintergrund für den ganzen Test ist mein „kleines Gurtproblem“. Die länglichen Pulsgurte aus Vollplastik vieler älterer Modelle sind in der Unisexvariante nämlich offenbar nicht für den schmalen weiblichen Brustkorb gemacht. In den Standardgrößen rutschten sie mir beim Laufen herunter, die Sensorflächen hatten keinen Hautkontakt oder ich musste den Gurt so eng einstellen, dass er nach einem längeren Lauf zum „einschneidenden Erlebnis“ wurde. Schwierig seinen Lauf zu genießen und im Wettkampf alles zu geben, wenn man ständig am Gurt zerren muss, weil die Herzfrequenz nicht angezeigt wird. Daher hatte ich mir für meine alte Pulsuhr einer anderen Marke extra einen neuartigen Textilgurt zugelegt, in der kleinsten Größe gegen das Verrutschen. Dieser sitzt nun – na ja, „wirklich eng“.

Umso gespannter war ich auf den Garmin Textilgurt, auf Verstellbarkeit und Komfort. Beim ersten Anlegen saß er eigentlich schon perfekt, ich hätte ihn aber auch noch enger machen können. Oder sehr viel weiter. Das kleine, leichte Messmodul wird per Druckknopf mit dem Gurt verbunden.

So fiel der erste Eindruck des Gurtes schon einmal positiv aus. Einziges kleines Manko: man soll den Textilteil nach dem Training ausschließlich von Hand waschen. Meinen alten Gurt warf ich immer einfach mit der Funktionswäsche in die Maschine. Da ich mir nicht sicher bin, ob es schlecht für die Hautkontaktflächen ist oder ob es nur um die kleinen Teile geht, die theoretisch beim Ablösen die Waschmaschine kaputt machen könnten, probiere ich das lieber nicht aus. Allzu aufwendig ist es nun auch nicht, ihn per Hand auszuspülen – und von Zeit zu Zeit mal in Waschmittel einzuweichen.

Nun konnte ich die aufgeladene Uhr umbinden, die dank der durchgehenden Löcher im Armband selbst an mein zierliches Handgelenk passt. Und los ging es zum ersten Testlauf…

…darüber mehr im nächsten Artikel. Liebe Grüße, eure @Jola_rennt

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