Wind & Wetter – Der Regentest

Studium beendet, Weihnachten steht vor der Tür – für mich gleichbedeutend mit einen Besuch in der norddeutschen Heimat. Und wo könnte man den Forerunner 610 besser auf seine „Schlechtwettertauglichkeit“ testen als an direkt der Küste? Eine steife Brise weht immer und mit „Schietwedder“ meint der Einheimische auch etwas mehr als Nieselregen und einstellige Temperaturen. So ist es auch keine Kunst trotz strahlendem Sonnenschein beim Start noch gegen Ende von oben richtig nass zu werden.

Da meine Lieblingsstrecke mich quer über Felder und durch spärlich besiedelte Dörfer führt, trug ich nun auch zum ersten Mal richtige Handschuhe anstatt meiner Armstulpen. Eine weise Entscheidung bei dem eisigen Wind, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob das Display der Uhr damit wirklich problemlos zu bedienen ist.

Den Satelliten fand der Forerunner schon nach etwa 5 Sekunden – und wenn man hier damit ein GPS-Signal empfängt, dann wahrscheinlich auch überall sonst auf der Welt. ;-) Während ich mitten in Frankfurt am Main trotz der vielen Wolkenkratzer fast genauso schnell ein Signal hatte, fror ich in Kassel ziemlich lange und lief dann irgendwann einfach los. Offenbar braucht man nicht unbedingt alle Striche auf der Signalanzeige, damit die Strecke erfasst und eine Geschwindigkeit angezeigt wird. Gut so, denn minutenlang wartenschmälert bei diesen Temperaturen dann doch ein wenig die Motivation überhaupt loszulaufen.

Signal da, also los: zunächst mit Rückenwind und der stillen Freude über den anfänglichen 5er-Pace – das platte Land hat da seine Vorteile. Dieser relativierte sich nach einer Kurve schnell und ich ging dann doch lieber wieder zur Herzfrequenz als Orientierung für das Training über. Die Funktionshandschuhe erwiesen sich dabei als kein Problem, man muss nicht mehr und auch nicht weniger stark auf das Display tippen, um in eine andere Anzeige zu wechseln. Als würde man überhaupt gar keine Handschuhe tragen. Jedenfalls solange diese trocken sind.

Richtig Lust auf eine Dusche vor dem Ziel hatte ich zwar nicht, aber als die dunklen Wolken am Horizont aufzogen, wusste ich es eigentlich schon: der „Forerunner Regentest“ stand unmittelbar bevor. Und ein echter Läufer ist ja schließlich nicht aus Zucker! So ließ das kühle Nass nicht lange auf sich warten und dank Hagel war ich auf dem letzten Kilometer noch ein bisschen schneller als gewohnt. Die Uhr blieb völlig unbeeindruckt, der Regen perlte ab, das Display blieb genauso gut zu lesen wie zu bedienen. Da hat sich Garmin bei der Entwicklung offenbar viele Gedanken gemacht und eine meiner Meinung nach geniale Lösung für Läufer gefunden, unabhängig davon wann und wo sie mit ihrem Forerunner unterwegs sind.

Völlig durchnässt angekommen reichte es den Forerunner 610 kurz abzuwischen. Die einzige Reaktion: der Hinweis „Akku schwach“. So werde ich ihn heute Abend aufladen – zum zweiten Mal seit dem ersten Lauf. Und beim ersten Mal konnte ich trotz dem Hinweis noch bequem 8 Kilometer laufen bevor die Uhr sich nach weiteren 24 Stunden im Standby wirklich ausschaltete.

Da muss sich der Weihnachtsmann heute abend sehr anstrengen, um da was noch besseres unter den Baum zu legen. Aber vielleicht hat er ja einen Forerunner für euch dabei!

In diesem Sinne, euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten und viele sportliche Geschenke! Eure Jola_rennt

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