Die Balance finden – Tanita BC-1000 Waage

Erst wusste ich ja gar nicht so genau, worum es überhaupt geht, als André mich fragte, ob ich eine Waage für ihn testen wolle. Man könne sie mit dem Forerunner 610 bedienen und so hatte ich plötzliche eine gläserne Multifunktionswaage bei mir zu Hause.

Schon der erste Eindruck der Tanita BC-1000 ist positiv, das Design ist modern und ansprechend. Mitgeliefert werden 4 Standfüßchen, falls man sie auf unebenem Untergrund wie Teppich verwenden möchte. Außerdem ist eine kleine CD-Rom mit der Bedienungsanleitung dabei. Daraus entnahm ich sogleich, warum die Waage keinerlei Display oder externes Bedienungsmodul besitzt. Man kann sie entweder mit einem dazugekauften Modul bedienen – oder eben mit einem Forerunner. Kompatibel ist die Körperanalysewaage mit den Modellen FR 60, 210, 310XT und eben 610, die man alle auch im Set mit der Waage auf der Tanita Homepage bestellen kann.

In der Kurzanleitung der Uhr war mir schon aufgefallen, dass der Knopf für das Displaylicht nicht nur gleichzeitig die Uhr ganz ausschaltet, sondern auch zur Bedienung von Waagen genutzt werden kann. Wie es nun genau funktioniert, war der Bedienungsanleitung der Tanita BC-1000 leider nicht zu entnehmen, also griff ich auf das tolle Blog von Testerin Nadin zurück. Die hatte nämlich schon ihre eigenen Erfahrungen mit der Waage veröffentlicht und so war der erste Test kein Problem. Zweimal kurz den Knopf drücken, schon blinkt das grüne Licht an der Waage und man kann sich barfuß daraufstellen. Die Uhr zeigt einem Körpergewicht, Körperfett und den Hydratationszustand des Körpers an. Das Gewicht war realistisch, mit dem Körperwasser kannte ich mich bezüglich Normwerte nicht aus. Aber 8% Körperfett? Das könne keinesfalls korrekt sein. Bei einer Messung in einem Fitnessstudio vor ein paar Monaten waren es noch 17%.

Begründet auf Nadins Erfahrungen hatte ich bei Erstnutzung extra darauf geachtet, die Frage „Aktivsportler?“ mit nein zu beantworten. Und dennoch zeigte die Waage auch beim zweiten Versuch 8% Körperfett an. Etwas ratlos entschied ich, es einfach nüchtern und ohne Kleidung am nächsten Morgen noch einmal zu versuchen. Dies klappte dann offenbar besser, diesmal mit 20% Körperfett auch hier ein halbwegs relevanter Wert – wenn auch kein charmanter, aber das spornt immerhin an! Als ab dem dritten Testtag dann nur noch Werte um 18% angezeigt wurden, waren die Tanita BC-1000 und ich endgültig Freunde. ;-)

Mittlerweile ja auch im Besitz eines Garmin Connect Kontos und der dazugehörigen Verknüpfung des ANT Agents (das manuelle Hochladen der Gesundheitsdaten funktionierte nicht), war die Datenübertragung und weitere Auswertung daraufhin problemlos. Am Computer lassen sich unter „Gesundheit“ weitere Daten wie Knochenmasse, Muskelmasse, viszerales Fett (also das Fett um die Bauchorgane), Körperbau (Skala von 1 bis 9 als Korrelation von Fett zu Muskelmasse), das metabolische Alter und die tägliche Kalorienaufnahme. Großes Plus im Messwertwirrwarr: mit einem Klick wird unterhalb der Wertetabelle eine Legende angezeigt, die Normwerte für Männer und Frauen enthält. Jeder einzelne Wert kann ebenfalls nach mehrerer Messungen als Verlaufskurve in einem Diagramm (wie z.B. oben zu sehen) oberhalb der Tabelle dargestellt werden. Generell würde ich aus medizinischer Sicht sagen, dass die Werte nicht absolut sondern im Verlauf gesehen werden sollten, aber auch einen guten Anhalt geben, in welchem körperlichen Zustand man sich befindet. Oder wie ein erfahrener Marathonläufer neulich zu mir sagte „Jedes unnötige Gramm Fett, dass man bei einem Wettkampf mit sich herumschleppt, ist eins zu viel!“.

Ob ich mir nun bei einem metabolischen Alter von 12 Sorgen machen muss oder es etwas Gutes ist, weiß ich zwar nicht – aber solange sie nicht das geistige Alter sein soll, mache ich mir dazu einfach mal keine weiteren Gedanken! :-D

Liebe Grüße, eure Jola_rennt

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