Ein Blick zurück: Reevaluation des Textilgurtes

Knapp zwei Monate trainiere ich nun schon mit dem Forerunner 610 + Textilgurt. Und da es von Anfang an um den Gurt ging, wollte ich noch ein paar Worte darüber schreiben wie es nun eigentlich weiterging.

Zunächst muss ich sagen, dass ich weiterhin bei jedem Lauf und auch drinnen beim Spinning durchgehend realistische und nachvollziehbare Pulswerte erhielt. Die Verbindung ist da sobald man die Uhr aus dem Standbymodus holt und ist bisher bei mir noch nie abgerissen.

Bei einer kleinen Recherche im Internet fand ich diverse Kommentare, deren Autoren Probleme mit massiven Schwankungen der angezeigten Herzfrequenz hatten. Durch mein initiales Gurtproblem mit der alten Uhr (am Ende war dort im Vollplastikgurt die Batterie leer) war ich außerdem auch auf Berichte gestoßen, in denen Funktionskleidung wie Shirts aus synthetischem Material die Übertragung der Werte zur Uhr stören oder zu falschen Messungen führen sollte. Der genannten Theorie nach könnten sich die Shirt elektrisch aufladen und damit störend wirken.
Beim Training – egal ob Laufen, Spinning oder Rudern – trage ich ausschließlich Funktionskleidung, also mindestens ein Shirt oder draußen bei diesen Temperaturen auch schon mal in drei bis vier Lagen. Dabei habe ich von eher einfach produzierten Werbeshirts über günstige Eigenmarken bis zum teuren Markenprodukt alles schon über dem Textilgurt getragen. Wie erwähnt sah ich stets der Belastung entsprechende Frequenzen im Display, vielleicht sind die Pulsgurte da unempfindlicher geworden bzw. besser isoliert.

Besonders interessierte mich aber der Batteriewechsel, auch wenn dieses Thema nach 8 Wochen Benutzung noch nicht aktuell ist. Bei meinem alten Vollplastikgurt war allerdings kein selbstständiger Batteriewechsel vorgesehen, man sollte den Gurt einschicken und würde einen Ersatz erhalten – natürlich zu einem höheren Preis als der simple Austausch der Knopfbatterie kosten würde. Die Uhr würde dabei auch gleich gewartet, sicher von Vorteil. Aber die Uhr war ja in Ordnung und ich hätte in der Zeit (mindestens eine Woche) keine Pulsuhr gehabt. Also kaufte ich einen Polar Wearlink® (im Internet etwa so teuer wie das Einschicken), bei dem man nun hinten recht leicht mit einem Geldstück selbst die Batterie wechseln kann.
Beim Garmin Textilgurt muss man nun schon zum Schraubenzieher greifen, ein selbstständiger Batteriewechsel ist aber ebenfalls möglich. Er funktioniert mit einer Knopfbatterie des Typs CR2032, welche auch in vielen Fernbedienungen verwendet wird. Sie ist in vielen Drogeriemärkten erhältlich und kostet bei einem bekannten Onlineshop nicht einmal einen Euro pro Stück. Also auch hier keine Abzocke mit Spezialbatterien, die dann nur beim Juwelier für 10€ zu haben sind (dieses Problem hatte ich mit der alten Uhr als ihre Batterie zur Neige ging, zum Glück muss man beim Forerunner 610 ja nur den Akku aufladen).

Ansonsten habe ich den weichen Gurt von Zeit zu Zeit immer etwas weiter gestellt, um zu sehen, ob er auch dann noch gut misst. Er war zuvor nicht zu eng, ist aber nun noch bequemer. Trotzdem verrutscht er nicht und die Messung ist ebenfalls noch wie zuvor. Über Scheuerstellen und andere Unannehmlichkeiten kann ich auch nach längeren Läufen nicht klagen. Die Messwerte sind stabil geblieben. Ich trug Uhr und Gurt beispielsweise auch beim Silvesterlauf in Lägerdorf über 14km. Wie die Sache bei einem Marathon oder Ultramarathon aussieht, kann ich leider noch nicht beurteilen, aber zumindest auf der Halbmarathondistanz wird dies im Mai ausprobiert.

Eigentlich merkt man kaum, dass man den Forerunner 610 überhaupt trägt – außer vielleicht am Vibrieren nach einer vollendeten Runde (die ich nun auch sehr easy auf 1km anstatt einer Meile umstellte) sowie anhand der neidischen Blicke, die einem dann unter Läufern doch mal zugeworfen werden. Verständlich, ist eben eine sehr schöne Uhr. ;-)

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