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Hand aufs Herz – Der Direktvergleich

Nach einigen schönen Testläufen mit dem Forerunner 610 auf meiner herbstlichen Lieblingsstrecke (der Winter lässt hier in Hessen noch auf sich warten), wollte ich nun einmal den direkten Vergleich starten. Wie im letzten Artikel beschrieben, hatte ich immer den Eindruck meine Herzfrequenz sei „nicht dynamisch genug“ und auch etwas zu hoch angesetzt. Zwar pendelte sie sich nach zwei oder drei Kilometern schon bei gewohntem Tempo auch die normale Trainingsfrequenz ein, aber irgendwie war ich doch skeptisch.

Also blieb nur der Vergleich des Forerunners 610 mit meiner alten Pulsuhr der Konkurrenz, mit beiden Textilgurten und beiden Uhren. Die ganze Aktion führte ich auf meinem Spinning Bike durch, denn so war es noch leichter die angezeigten Frequenzen ständig und über alle Pulsbereiche zu vergleichen – vor allem ohne sich dabei vor lauter Display anstarren auf die Nase zu legen. ;-)

Zunächst musste ich dafür nachlesen, wie man den GPS-Sensor des Forerunner ausschaltet, um ihn in der Wohnung zu benutzen. Dafür legte ich dann doch die CD-Rom mit der ausführlichen Gebrauchsanweisung ein. Entsprechender Abschnitt war in der gut gegliederten PDF-Datei binnen Sekunden gefunden – wenn man weiß was man sucht, ist das Suchfenster des AdobeReaders Gold wert. Mit ein wenig Herumprobieren hätte man den Menü-Unterpunkt aber sicher auch so gefunden. Außerdem gibt es alle Handbücher ebenfalls auf der Garmin Website, falls man die CD gerade nicht zur Hand hat. Ein Klick, GPS aus, los ging es.

Ach und keine Panik, selbst wenn man beim nächsten Lauf schon wieder vergessen hat, wo im Menü es noch einmal war: der GPS-Sensor schaltet sich automatisch bei jedem Mal ein, wenn die Uhr aus dem Standbymodus geholt wird.

Beide Textilgurte um, beide Uhren ans Handgelenk, rauf auf das Bike. Zunächst zeigte der Forerunner gar keine Frequenz, ich hatte schon Angst beide Uhren würden sich gegenseitig stören. Das wäre bei einem gut besuchten Lauf ja irgendwie hinderlich. Nein, das Problem war die Position des Textilgurtes. Ich hatte den des Forerunners unter dem anderen platziert, also recht weit weg vom Herzen – offenbar zu weit. Kurz getauscht klappte alles wunderbar, beide Uhren zeigten problemlos meine Ruhefrequenz.

So radelte ich los, erst mit wenig, dann viel Widerstand, mit Runnings und allem was dazu gehört. Und ich war zugegeben wirklich erstaunt, denn mein Bauchgefühl hatte mich komplett in die Irre geführt. Beide Uhren zeigten exakt zeitgleich die gleichen Tendenzen an. Meine alte Uhr war lediglich ein bis zwei Schläge höher, aber egal in welchem Pulsbereich ich mich befand: der Forerunner brauchte nicht eine Sekunde länger um auf Veränderungen zu reagieren. Während mein altes Modell im Stehen mit viel Widerstand wild blinkte, um mich auf die 180er Frequenzen aufmerksam zu machen, zeigte der schwarze Alleskönner lediglich den Wert an und darunter den Herzfrequenzbereich. Dieser gilt als Orientierungshilfe, 3 bis 4 zeigt moderate Trainingsfreuquenzen an, während bei mir an manchen Stellen auch gerne Bereiche über 5 stehen.

Um nichts zu verpassen schaute ich fast pausenlos während der ganzen Stunde auf beide Displays und nach einiger Zeit hatten sie sich sogar was den Pulswert angeht völlig angeglichen. Also nichts mit größeren Messintervallen und Artefaktausgleich – mein Herz schlägt beim Training eben so. Und nun noch mehr für den Forerunner 610 als zuvor… ;-)

Noch schöne Vorweihnachtsläufe & trotz Regen viel Motivation,

eure @Jola_rennt

Garmigramm 27. Juni 2011

Nach einem anstrengenden Wochenende, vollgepackt mit Feiern, war gestern wirklich nur ein langsamer Lauf drin. So genoss ich das tolle Wetter am Abend und zog meine Runde.

Nach mehrmalig wiederholtem Testen scheint auch die Übertragung der Herzfrequenz wieder einwandfrei zu funktionieren. Woran es lag, dass es an diesem einen Tag nicht so richtig klappen wollte, konnte ich nicht herausfinden. Da hatte der FR610 wohl doch nur einen schlechten Tag ;)

Die Auto-Pause begeistert mich zudem mehr und mehr. Das Anhalten sowie Weiterlaufen wird sehr schnell erkannt und das Lauf-Ergebnis durch Ampeln etc. nicht verfälscht. Top!

Wie die anderen berichtet haben, gab es auch bei mir ein Software-Update. Durch die hilfreichen Infos der anderen Tester, gab es bei mir keinerlei Probleme. Ich bin gleich auf die FR610-Seite und dann konnte es direkt losgehen. Auch bei mir dauerte das Update ca. 10min.

Soweit zu meinem heutigen Garmigramm :) Bald gibt’s wieder mehr von mir zu lesen. Bis dahin wünsche ich Euch schöne sportliche Tage!

Eure Kathi

Übertragungsfehler der Herzfrequenz

Das Wetter war heute erschreckend drückend – gefühlte 40Grad bei strömenden Regen. Ich merkte die Schwüle den ganzen Tag, wollte aber dennoch das Training nicht ausfallen lassen. Zum Abend hin kühlte es zum Glück ab, die hohe Luftfeuchtigkeit aber blieb.

Somit war ich darauf gefasst, dass mein Puls grundsätzlich höher sein wird, kontrollierte ihn aber während des Laufs nicht. Ich lief einfach nach Gefühl.

Zu Hause angekommen übertrug ich die Daten zu Garmin Connect und war sehr verwundert über meinen Durchschnittspuls. 165 bpm? Das kann nicht sein. Wie ich schon in einem früheren Bericht erwähnte, bin ich Hochpulser und ein Durchschnittspuls von 185 ist völlig normal bei mir. Heute hätte ich einen höheren erwartet, denn ich war ziemlich erschöpft nach dem Lauf.

Die Übersicht zeigt, dass die Übertragung der Herzfrequenz nicht so richtig in Schwung kommen wollte.

Gefühlsmäßig fehlen im Schnitt ca. 20 Pulsschläge pro Minute. Möglicherweise liegt es daran, dass ich den Pulsgurt heute etwas tiefer am Brustkorb angelegt habe? Wobei ich das eher für unwahrscheinlich halte…

Da ich die Strecke erst vor wenigen Tagen in gleicher Geschwindigkeit gelaufen bin, wird beim Vergleich deutlich, dass heute irgend etwas nicht ganz gestimmt hat.

Und eine derartige Verbesserung der Herzfrequenz würde fast schon an ein Wunder grenzen :)

Ob es nun an mir lag, dass ich den Gurt nicht ganz richtig angelegt habe, oder ob es evtl. doch ein Übertragungsfehler war? Ich werde es herausfinden – beim nächsten Training!

Eure Kathi