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Voll verkabelt – Forerunner 610 vs. EKG

Nun besitze ich den Forerunner 610 schon ein ganzes Weilchen und bin immer noch genauso begeistert wie zu Beginn. Vieles hat sich in den letzten Wochen geändert und die Uhr hat mir trotz stressigem Berufstart, lauter Papierkram und einer allgegenwärtigen Müdigkeit doch immer tapfer zur Seite gestanden, wenn ich es dennoch schaffte eine Runde laufen zu gehen. Es ist eben doch ein Motivationsschub zu wissen, man kann seine Leistung abends genau erfassen und mit anderen teilen. Die Uhr macht einfach Spaß und dank der Tanita BC-1000 Waage benutze ich sie sowieso täglich mindest einmal. Einbußen was die Akkuleistung angeht habe ich dabei noch nicht bemerkt und die Waage zeigt auch ganz brav konstante Werte an.

Einem kleinen Test wollte ich den Forerunner 610 jedoch noch unterziehen, da sich mir eben recht leicht die Möglichkeit bot (Anfänger haben immer einen erfahrenen Kollegen an ihrer Seite, also keine Angst um die schlafenden Patienten ;-) ): In meiner Mittagspause verkabelte ich mich kurzerhand selber an unserem EKG-Monitor und band den Textilgurt um. Eine genauere Methode zur Pulsmessung kann man wohl auf die Schnelle nicht finden und ich war sehr gespannt wie sehr Monitoranzeige und Pulsuhr übereinstimmen. Gar nicht so leicht die Uhr zu halten und dann per Smartphone ein Foto zu schießen – dies erklärt die Bewegungsartefakte im EKG, keine Sorge ich bin gesund! :-D

Nach einer kleinen Vorwärmphase und reichlichem Anfeuchten der Kontakte am Textilgurt konnte ich meinen Vergleich anstellen…

Die Werte variierten maximal um 2 bis 3 Schläge, wobei das geeichte EKG natürlich ein paar Milisekunden schneller reagierte. Alles in allem für eine Sportuhr sehr genau, denn ob der Puls beim Training nun 154 oder 156 Schläge pro Minute beträgt, ist sicherlich auch für den ambitionierten Marathonläufer nicht essentiell wichtig. Fakt ist, die Uhr zeigte bei mir in Ruhe sehr realistische Werte an und alle Änderungen (wie zum Beispiel durch meinen 5. Kaffee und die gefühlte 20 Schwestern, die hereinkamen und wissen wollten, was ich denn da mache) wurden sehr zeitnah übertragen.

Wie sich das ganze unter Belastung verhält, konnte ich so angekabelt nicht testen (sehe auch blöd aus mit einem mobilen Monitor durch den OP zu joggen, das Beweisfoto hätte ich wohl dabei eh nicht schießen können), dafür hatte ich ja den Uhrenvergleich und werde den Forerunner 610 sicherlich zu meinem ersten Belastungs-EKG vor dem Halbmarathon mitnehmen. Man darf also weiter gespannt sein.

Hand aufs Herz – Der Direktvergleich

Nach einigen schönen Testläufen mit dem Forerunner 610 auf meiner herbstlichen Lieblingsstrecke (der Winter lässt hier in Hessen noch auf sich warten), wollte ich nun einmal den direkten Vergleich starten. Wie im letzten Artikel beschrieben, hatte ich immer den Eindruck meine Herzfrequenz sei „nicht dynamisch genug“ und auch etwas zu hoch angesetzt. Zwar pendelte sie sich nach zwei oder drei Kilometern schon bei gewohntem Tempo auch die normale Trainingsfrequenz ein, aber irgendwie war ich doch skeptisch.

Also blieb nur der Vergleich des Forerunners 610 mit meiner alten Pulsuhr der Konkurrenz, mit beiden Textilgurten und beiden Uhren. Die ganze Aktion führte ich auf meinem Spinning Bike durch, denn so war es noch leichter die angezeigten Frequenzen ständig und über alle Pulsbereiche zu vergleichen – vor allem ohne sich dabei vor lauter Display anstarren auf die Nase zu legen. ;-)

Zunächst musste ich dafür nachlesen, wie man den GPS-Sensor des Forerunner ausschaltet, um ihn in der Wohnung zu benutzen. Dafür legte ich dann doch die CD-Rom mit der ausführlichen Gebrauchsanweisung ein. Entsprechender Abschnitt war in der gut gegliederten PDF-Datei binnen Sekunden gefunden – wenn man weiß was man sucht, ist das Suchfenster des AdobeReaders Gold wert. Mit ein wenig Herumprobieren hätte man den Menü-Unterpunkt aber sicher auch so gefunden. Außerdem gibt es alle Handbücher ebenfalls auf der Garmin Website, falls man die CD gerade nicht zur Hand hat. Ein Klick, GPS aus, los ging es.

Ach und keine Panik, selbst wenn man beim nächsten Lauf schon wieder vergessen hat, wo im Menü es noch einmal war: der GPS-Sensor schaltet sich automatisch bei jedem Mal ein, wenn die Uhr aus dem Standbymodus geholt wird.

Beide Textilgurte um, beide Uhren ans Handgelenk, rauf auf das Bike. Zunächst zeigte der Forerunner gar keine Frequenz, ich hatte schon Angst beide Uhren würden sich gegenseitig stören. Das wäre bei einem gut besuchten Lauf ja irgendwie hinderlich. Nein, das Problem war die Position des Textilgurtes. Ich hatte den des Forerunners unter dem anderen platziert, also recht weit weg vom Herzen – offenbar zu weit. Kurz getauscht klappte alles wunderbar, beide Uhren zeigten problemlos meine Ruhefrequenz.

So radelte ich los, erst mit wenig, dann viel Widerstand, mit Runnings und allem was dazu gehört. Und ich war zugegeben wirklich erstaunt, denn mein Bauchgefühl hatte mich komplett in die Irre geführt. Beide Uhren zeigten exakt zeitgleich die gleichen Tendenzen an. Meine alte Uhr war lediglich ein bis zwei Schläge höher, aber egal in welchem Pulsbereich ich mich befand: der Forerunner brauchte nicht eine Sekunde länger um auf Veränderungen zu reagieren. Während mein altes Modell im Stehen mit viel Widerstand wild blinkte, um mich auf die 180er Frequenzen aufmerksam zu machen, zeigte der schwarze Alleskönner lediglich den Wert an und darunter den Herzfrequenzbereich. Dieser gilt als Orientierungshilfe, 3 bis 4 zeigt moderate Trainingsfreuquenzen an, während bei mir an manchen Stellen auch gerne Bereiche über 5 stehen.

Um nichts zu verpassen schaute ich fast pausenlos während der ganzen Stunde auf beide Displays und nach einiger Zeit hatten sie sich sogar was den Pulswert angeht völlig angeglichen. Also nichts mit größeren Messintervallen und Artefaktausgleich – mein Herz schlägt beim Training eben so. Und nun noch mehr für den Forerunner 610 als zuvor… ;-)

Noch schöne Vorweihnachtsläufe & trotz Regen viel Motivation,

eure @Jola_rennt

Der erste Lauf

Mittelhessen, 8°C, bewölkt aber trocken. Perfektes Laufwetter für den ersten Testlauf mit dem Forerunner 610. Nach einer verletzungsbedingten Zwangspause und mit dem schicken Alleskönner am Handgelenk war ich so hochmotiviert, dass ich fast aus der Haustür stürmte ohne den Brustgurt anzulegen.

Doch noch rundum ausgerüstet ging es nach draußen. Erster Pulspunkt, der gerade mir mit meinem eher dünnen Handgelenk auffiel: das Armband hat durchgehende Löcher und lässt sich auf die Art auch an meinem Arm anbringen, ohne beim Laufen zu rutschen. Gerade bei langen Läufen würde das doch eher stören und eventuell sogar scheuern.

Um die Uhr aus dem Standby-Modus zu holen, streicht man lediglich einmal über das Display und schon sucht sie nach dem Herzfrequenzsensor und einem GPS-Satelliten. Den Sensor findet sie sofort, die Satellitensuche kann ein Momentchen dauern. Dies ist aber auch immer ortsabhängig, bei mir direkt vorm Haus findet auch das Smartphone nie ein GPS-Signal. ;-)

Über das Display mag man sich als eifriger Nutzer von Smartphones und Tablets zunächst wundern, es reagiert nämlich nicht so sensibel wie man es von genannten Geräten gewohnt ist. Ein Blick in die Beschreibung erklärt jedoch ganz logisch warum: es wurde entwickelt um es eben beim Laufen schnell mit dem Fingernagel zu bedienen. So empfindlich, dass man beispielsweise durch Entlangstreifen eines Ärmels etwas verstellt oder unabsichtlich gleich drei Menüpunkte weiterklickt, soll es gar nicht sein.

Einmal Start gedrückt und los ging es aus der Stadt in den Wald. Während des Laufs hat man vier Anzeigen zur Auswahl, zwischen denen man durch Berühren des Touchscreens leicht wechseln kann. Die Startanzeige besteht aus Stoppuhr, Distanz und Pace, eine Berührung und schon weiß man Herzfrequenz und den altersadaptierten Frequenzbreich, in dem man sich befindet. Egal ob man nun lieber nach Herzfrequenzen läuft, eher nur nach Pace oder gerne beides im Auge behält – kein Problem für den Forerunner 610. Wer mag hat mit dem dritten Anzeigemodus seinen eigenen Virtual Partner® stets dabei, die vierte entspricht dem Standby-Modus mit Uhrzeit, Datum und Wochentag. Für mich genau die richtige Balance aus allem, was ich während des Laufs wissen möchte, aber ohne viel Schnickschnack, der mich vielleicht nach dem Lauf am PC interessiert, beim Lauf jedoch nur verwirrt. Lediglich die verbrannten Kalorien zeigte mir meine alte Uhr mit an, beim Forerunner 610 sieht man diese erst am PC. Oder ich habe die Funktion noch nicht gefunden, ich werde da mal nachforschen ;-)

Besonderes Augenmerk lag auf der Herzfrequenzmessung, da ich einerseits ja den Brustgurt bewerten sollte, andererseits mein Training bisher Herzfrequenz-basiert gestaltet habe – egal ob Laufen, Spinning oder Crosstrainer, auf den richtigen Frequenzbereich legte ich stets viel Wert.

Zu Beginn erhielt ich eine normale Ruhefrequenz, die natürlich beim Loslaufen sofort steil anstieg. Die doch eher hohen Frequenzen führte ich auf meine lange Trainingspause zurück. Angenehm fand ich auch, dass die Uhr in der Grundeinstellung nicht sofort zu piepsen beginnt, wenn man über den Pulszielbereich kommt. Für den Anfänger sicher hilfreich, schaltet man das nervige Piepsen doch spätestens beim ersten Tempotraining aus – man weiß recht schnell, was eine zu hohe Frequenz ist und ignoriert sie bei solchen Trainingseinheiten ja doch meistens. Sicherlich lässt sich aber auch ein Pulsalarm einstellen.

Es wurde weder völlig unrealistische Werte über 200/min angezeigt noch gab es Phasen, in denen die Anzeige leer blieb. Was blieb war der Eindruck, dass mein Puls doch „verdächtig stabil“ wirkte, auch bei Änderungen im Pace, schien sich an der angezeigten Frequenz nicht sofort etwas zu ändern. Bei Überlegungen zu Echtzeitmessung und Herausrechnen von Artefakten entschied ich mich den Forerunner 610 einfach mal im Direktvergleich zu meiner alten Uhr auszuprobieren. Über diesen „speziellen Wettkampf“ mehr in meinem nächsten Artikel, es sei nur soviel verraten: das Ergebnis überraschte mich doch ein wenig.

Insgesamt war der erste Lauf wirklich genial: der Brustgurt ist bequem, verrutscht nicht auch ohne ihn extrem eng einzustellen und hinterlässt keine wunden Scheuerstellen – zumindest auf meine 10 Kilometerchen. Die Herzfrequenz wird konstant und realistisch gemessen, die Bedienung des Touchscreens ist auch bei anstrengenden Etappen ganz leicht und erfordert keine besondere Aufmerksamkeit oder Fingerfertigkeiten.

So kann man sich ganz auf das wesentliche konzentrieren und seinen Lauf einfach nur genießen.

Eure @Jola_rennt

Forerunner 610 – Der erste Eindruck

Selten habe ich so sehnsüchtig auf den Postboten gewartet wie am vergangenen  Samstag. Da blödelte man ein bisschen im #twitterlauftreff herum, tauscht Erfahrungen aus und eh man sich versieht darf man eine Pulsuhr von Garmin testen. Aber nicht irgendeine, nein: den Forerunner 610! Sehr gespannt und hocherfreut konnte ich dann mein kleines Päckchen aus Garminien auspacken…

„Oh je, so viele Einzelteile…“

Dies mag der vielleicht nicht ganz so technisch versierte Läufer beim Öffnen des Kartons zunächst denken. Auf den zweiten Blick wird aber schnell klar: alles völlig easy und selbsterklärend.

Das Netzteil lässt sich  mit zwei aufsteckbaren Adaptern bestücken, für unsere Steckdosen sowie für ausländische Modelle. Auf die Art ist der Forerunner 610 auch im Urlaub oder auf Geschäftsreisen problemlos aufzuladen.

Dieses wird per USB mit dem Ladekabel verbunden, welches wiederum magnetisch an der Uhr haftet. Zwei Handgriffe und schon piepste es und das Display zeigte den Ladezustand an. Zur kabellosen Übertragung der Trainingsdaten wird außerdem noch ein USB Stick mitgeliefert sowie für mich als „Garmin-Neuling“ ein Pulsmesser mit Textilgurt. Weiteres Zubehör muss nicht extra gekauft werden, um alle Funktionen der Uhr zu nutzen.

Einstellungssache

Die schlicht schwarze Uhr selber kommt schon etwas vorgeladen, ich hätte also auch gleich einen Testlauf starten können – aber ein bisschen länger beherrschen konnte ich mich dann doch. Ich hielt mich an die Kurzanleitung, ein ausführliches Benutzerhandbuch erhält man auf CD-Rom. Zugegeben: es ist manchmal besser, dies auch zu lesen, allerdings wollte ich eben laufen und keinen Roman durchackern. Und es ist ja auch schließlich nicht das erste Gerät, das ich programmieren wollte. ;-)

Zu meinem Glück ist das Menü mit dem Touchscreen so kinderleicht zu bedienen, dass ich im Handumdrehen Alter, Körpergröße, Gewicht und Geschlecht eingestellt hatte. Datum, Uhrzeit und die richtige Sprache wusste der Forerunner 610 schon. Ein kurzer Blick auf die Zeichenerklärung in der Kurzanleitung, ein wenig Herumspielen und es konnte theoretisch losgehen.

Der Gurt

Eigentlicher Hintergrund für den ganzen Test ist mein „kleines Gurtproblem“. Die länglichen Pulsgurte aus Vollplastik vieler älterer Modelle sind in der Unisexvariante nämlich offenbar nicht für den schmalen weiblichen Brustkorb gemacht. In den Standardgrößen rutschten sie mir beim Laufen herunter, die Sensorflächen hatten keinen Hautkontakt oder ich musste den Gurt so eng einstellen, dass er nach einem längeren Lauf zum „einschneidenden Erlebnis“ wurde. Schwierig seinen Lauf zu genießen und im Wettkampf alles zu geben, wenn man ständig am Gurt zerren muss, weil die Herzfrequenz nicht angezeigt wird. Daher hatte ich mir für meine alte Pulsuhr einer anderen Marke extra einen neuartigen Textilgurt zugelegt, in der kleinsten Größe gegen das Verrutschen. Dieser sitzt nun – na ja, „wirklich eng“.

Umso gespannter war ich auf den Garmin Textilgurt, auf Verstellbarkeit und Komfort. Beim ersten Anlegen saß er eigentlich schon perfekt, ich hätte ihn aber auch noch enger machen können. Oder sehr viel weiter. Das kleine, leichte Messmodul wird per Druckknopf mit dem Gurt verbunden.

So fiel der erste Eindruck des Gurtes schon einmal positiv aus. Einziges kleines Manko: man soll den Textilteil nach dem Training ausschließlich von Hand waschen. Meinen alten Gurt warf ich immer einfach mit der Funktionswäsche in die Maschine. Da ich mir nicht sicher bin, ob es schlecht für die Hautkontaktflächen ist oder ob es nur um die kleinen Teile geht, die theoretisch beim Ablösen die Waschmaschine kaputt machen könnten, probiere ich das lieber nicht aus. Allzu aufwendig ist es nun auch nicht, ihn per Hand auszuspülen – und von Zeit zu Zeit mal in Waschmittel einzuweichen.

Nun konnte ich die aufgeladene Uhr umbinden, die dank der durchgehenden Löcher im Armband selbst an mein zierliches Handgelenk passt. Und los ging es zum ersten Testlauf…

…darüber mehr im nächsten Artikel. Liebe Grüße, eure @Jola_rennt

Klein trifft Groß…

…so könnte man den folgenden Vergleich betiteln. Die größte Forerunner mit der kleinen Nummer (FR 205) trifft auf die schlanke und elegante FR mit der großen Nummer (FR 610).

FR205 vs. FR610

Vom Gewicht her noch sehr ähnlich (78g zu 75g), sind diese beiden Trainingscomputer doch absolut unterschiedlich in den äußeren Merkmalen. Der 205 ist klobig, aber an einem Männerarm gut zu tragen. Dünne Frauenarme hätten sicherlich Probleme. Der 610 ist eine etwas “zu dick” geratene Uhr und lässt sich sehr gut an die Armweite anpassen. Den FR205 wird man nicht außerhalb des Trainings tragen. Es gibt keinen Stanbye-Betrieb, in dem nur die Uhrzeit angezeigt wird. Hier punktet ganz klar der Forerunner 610.

An beiden Geräten lassen sich eigene Bildschirmansichten kreiren, bis zu 4 verschiedene Werte können gleichzeitig angezeigt werden. Zwischen verschiedenen Screens wechselt man beim 205 per Tastendruck, beim 610 mittels “Fingerstrich” über den Touchscreen. Wieder liegt der 610 vorn.

Die Satellitensuche dauert beim FR205 länger als beim FR610, dafür geht der 205 nicht wieder in einen Stanbye-Betrieb. Meine alte Technik war: Garmin einschalten, auf das Fensterbrett legen und derweil die Laufklamotten anziehen. Dann nur noch den FR umbinden und ab geht es auf die Strecke. Meine neue Technik ist: komplett fertig für das Training mit Uhr vor die Tür treten, FR einschalten und ca. 30 Sekunden “dumm rumstehen” ;-) Nun kann jeder seinen Punkt selbst vergeben…

Das Aufzeichnen der Trainings funktioniert bei beiden Geräten tadellos. Um die Daten auf den Computer zu übertragen, benötigt man beim für den FR205 eine Dockingstation (mitgeliefert). Der FR610 überträgt seine Daten drahtlos mittels ANT+ Technologie (ebenfalls mitgeliefert). Der Import in die Garmin TrainingCenter-Software funktioniert gut, der Upload auf die Plattform Garmin Connect klappt bei mir nicht automatisch und manuell auch nur für normale Trainings. Intervall-Trainings werden nicht in GC hochgeladen, weder automatisch, noch manuell. Der Punkt geht hier an das alte Modell.

Das Testgerät des FR 610 hatte den Brustgurt für die Herzfrequenzmessung gleich dabei. Für den 205 lässt sich dieses Feature auch nicht nachträglich anschaffen, sondern hier muss man schon beim Kauf auf das ansonsten baugleiche Modell 305 ausweichen. Der Sensor wird blitzschnell erkannt und der Gurt ist sehr bequem tragbar. Wieder ein Punkt für den 610.

Abschließend zu diesem Vergleich mein Fazit: fast drei Jahre hat mich mein 205 begleitet. Selten hat er mich im Stich gelassen, aber jetzt möchte ich den neuen Forerunner 610 nicht mehr missen. Er ist eleganter, präziser und leichter bedienbar.

Team-Staffel im Tiergarten

Gestern Abend stand ein netter “kleiner” Wettkampf an – die 5x5km Team-Staffel in Berlin. Mittwoch, Donnerstag und Freitag liefen insgesamt über 4200 Staffeln – der wohl größte Lauf dieser Art in Deutschland.

Und meine FR610 und ich mittendrin. ;-) Wir reisten mit Freunden aus Rostock an, und pünktlich zum Verlassen des Parkhauses setzte sintflutartiger Regen ein! Da mussten wir jetzt durch, als Mannschaftsführer musste ich noch die Unterlagen abholen. Es schüttete so ca. 30 Minuten und ließ schon erahnen, in welchem Zustand die Wege sein würden. So schnell der Regen gekommen war, verschwand er wieder (und kamm auch nicht zurück…).

Wir trafen uns dann mit den anderen Leuten unserer Staffeln, noch gut 20 Minuten bis zum Start – keine Zeit mehr zum Einlaufen – ich war der Startläufer! Also schnell die Sachen gewechselt, für den Brustgurt war keine Zeit mehr. Ab zum Start und den Forerunner an – hoffentlich findet er sofort die Satelliten. Zur Erinnerung: wir befanden uns im Tiergarten, also viele hohe und dichte Bäume… Aber Entwarnung – er fand! :-) Dann das übliche Spiel: immer wieder über den Touchscreen streichen, um den Stromsparmodus nicht zu aktivieren. Auf die Erinnerung mittels Vibration konnte und wollte ich mich nicht verlassen. (Darüber habe ich ja hier schon berichtet.)

Dann also der Startschuss und auf ging es. Vom Bundeskanzleramt, die Straße des 17.Juni entlang, dann auf völlig durchweichten Wegen im Zick-Zack-Kurs durch den Park zurück zum Start- und Zielbereich. Mein Wechsel klappte gut, nur vergaß ich die Stop-Taste zu drücken. Erst beim Verlassen der Wechselzone dachte ich daran, aber egal es zählt ja sowieso nur die Team-Leistung!

Unsere beiden Staffeln konnten mit ihren Ergebnissen zufrieden sein, das wichtigste aber war das gemeinsame Erleben. Beim anschließenden Picknick musste ich natürlich jede Menge Fragen zum Forerunner beantworten. Habe ich natürlich gern gemacht! Ich habe einigen Leuten sogar mal “erlaubt” den Touchscreen zu probieren :-) Fazit meiner Mitstreiter: ein schickes Stück Technologie!

Zwischenbilanz meines Tests

Die erste Hälfte des Testzeitraums ist jetzt in etwa vorüber, da wird es Zeit eine kleine Bilanz zu ziehen.

Erstens: der Forerunner 610 ist ein tolles Gerät. Sehr gute Handhabung und Optik, ich trage ihn nun seit dem ersten Testtag täglich als normale Uhr.

Zweitens: der Touchscreen ist ziemlich ausgereift, sehr selten passieren mir unbeabsichtigte Befehlseingaben, das liegt sicherlich auch an der Größe der Finger. Kleines Manko – man muss die Oberfläche häufig reinigen.

Drittens: die wenigen notwendigen Einstellungen lassen sich schnell und intuitiv erledigen, Plug ´n Play hier wirklich. Trainingsvorgaben sind auch schnell eingegeben, es bleibt mehr Zeit zum Trainieren.

Viertens: die Software Trainings Center ist schnell installiert, das Gerät ebenso einfach hinzugefügt. Läufe werden hier zuverlässig in die Datenbank zum Auswerten eingetragen.

Fünftens (und Letztens für heute): mein “Sorgenkind” Garmin Connect – es funktioniert bei mir nur eingeschränkt. Normale Läufe kann ich manuell hochladen, Intervalltrainings werden nicht bearbeitet (bzw. hängen sich auf), automatisch geht hier bei mir gar nichts. Schade. Nach einem Kontakt mit Garmin weiß ich, dass sie an einer Lösung basteln. Bis dahin werde ich dieses Portal nicht mehr nutzen.

Unterm Strich lautet meine Bilanz aber ganz klar “Daumen Hoch”! Kleinere “Macken” an einem neuen Gerät sind normal und werden sicher noch ausgefeilt. Der Forerunner ist ein toller Trainingspartner, das steht aber schon fest!!!

3, 2, 1 – Der Test beginnt!

Ebenso wie meine Mittester war die Freude riesig als der Postmann 2x klingelte… Ich stürzte mich auf das Paket, wie ein Gepard auf eine Gazelle, und riss es mit meinen Fangzähnen auf, um in Sekundenschnelle an den wertvollen Inhalt zu gelangen!

Jaaaa, da ist sie – die Forerunner 610! Genauso formschön, wie ich sie mir in meinen Träumen vorgestellt hatte ;)

Das Paket beinhaltete
- einen wunderbar angenehm zu tragenden Brustgurt
- den Herzfrequenzsensor
- einen USB ANT Stick, für das drahtlose Übertragen der Trainingsdaten an den Computer
- USB-Stecker + Netzteil
- ein Steckdosenadapter für UK
- eine Schnellstartanleitung in Papierform sowie als CD
und selbstverständlich den Forerunner 610!

Nach dem Aufladen ging es natürlich sofort an das Konfigurieren. Man wurde automatisch durch die wichtigsten Einstellungen geführt, so dass man ratz fatz fertig war. Zu meiner Freude ist das Menü sehr intuitiv und einfach zu bedienen. Gewünschte Einstellungen können auch ohne großes „Anleitungs-Lesen“ schnell vorgenommen werden.

Somit war das Baby in kürzester Zeit einsatzbereit – ja, wenn zum Sport machen nicht auch der Faktor Körper mitspielen müsste.

Aufgrund einer OP muss ich mich mit dem Sport noch etwas zurückhalten, hoffe aber in einer Woche wieder mit dem vollen Programm dabei sein zu können. Bis dahin wird aber trotzdem fleißig getestet – nur eben im Schongang und viell. auf eine etwas andere Art. Lasst euch überraschen :)

Eure Kathi