INDOOR-Marathon: Versuch plus Irrtum = macht klug ? (Folge 1)

 

 

Hallo Zusammen , wie schnell doch die Zeit vergeht, stimmt´s ?

(Kurze Anmerkung meinerseits: Sollten euch manche Begriffe nichtssagend sein, macht das mal überhaupt nix: ihr könnt dann entweder auf die farblich hervorgehobenen Wörter (sog. Links)  klicken und es öffnet sich ein separates Fenster und erfahrt dann genaueres; oder ihr hinterlasst einen Kommentar und Erklärbär Mario ist zur Stelle!)

 

Na kommt schon…wer erinnert sich noch ?

Ganz genau: es war einmal in einem fernen Oktober im Jahre 2012, als neun Tester die Garmin fēnix™ erhielten…man mag es ja echt nicht glauben, aber mittlerweile ist knapp ein Jahr vergangen. Seitdem hatte die fēnix schon die unterschiedlichsten Trainingsreize bei meinen Läufen aufgezeichnet: langsame, lockere und schnelle Dauerläufe, Fahrtenspiele, Steigerungsläufe, Tempoläufe. Aber auch unterschiedliche Laufsportarten hatte die Uhr bereits festgehalten: angefangen von Halb – bis Ultramarathon oder dem Trailrunning. Auch einige Outdoor-Aktivitäten kamen hierbei nicht zu kurz: Geocaching, Trekking, Radfahren. Während dieser Zeit war Garmin nicht untätig: in regelmäßigen Abständen wurden Firmware-Upgrades veröffentlicht, welche nicht selten wichtige Änderungen mit sich brachten. Die Fenix erhielt sinnvolle Verbesserungen, wurde um diverse Funktionen ergänzt (bspw. dem Skimodus oder der 3D-Messung) und etwaige Fehler wurden ebenfalls ausgemerzt. Für die Läufernaturen unter uns bietet die Fenix zwar nicht die Fülle an Funktionen wie beispielsweise die einer FR610, aber das muss sie auch gar nicht. Um es hier auf den Punkt zu bringen: Während die fēnix klipp und klar für den Outdoor-Bereich konzipiert wurde (der Lauf – und Radmodus also grundlegende Laufdaten erfasst und darstellt) , bietet die FR 610 für den ambitionierten Laufsportler, Radsportler und sogar Triathleten eine Fülle weiterer Trainingsfunktionen!

Aus einer Laune heraus…

Vorletzte Woche Freitag hing ich während meines Feierabend-Laufes wieder diversen Gedanken nach. Das passiert einem als Läufer ja übrigens ständig. Wir sind da ja die Geilsten: äußerlich wahren wir den Anschein, wie als würden wir hochkonzentriert auf unsere Umgebung achten (um sagen wir mal bloß keine Omma mit Gehwagen umzuschubsen oder über eine rote Ampel zu laufen). Aber im inneren, Freunde, da sieht das Ganze ganz anders aus: entweder die Gedanken kreisen derart Karussell, das man sich mal wieder wundert, wo bei all dem Brainstorming die 21 Kilometer geblieben sind, die man hinter sich gelassen hat. Oder…wir laufen den Kopf frei.

Genau, persönlich empfinde ich dabei eine derart erhabene und fast schon tiefgründige Stille, das sich der Lauf zwar hinziehen mag wie Kaugummi, aber man genießt und schweigt, kostet den Moment aus. Beide Varianten sind interessant. Aber heute war´s mal wieder Brummkreisel bei mir. Ich dachte über dieses und jenes und welches. Und gerade kam mir der Gedanke, dass ich am Wochenende wieder zwecks Ausgleichssport ins Fitnessstudio müßte. Mache ich dreimal pro Woche. Ergänzt ein Lauftraining und bietet Abwechslung und neue Muskelreize. Es fördert dabei die Regeneration, bietet einen Ausdauer-Trainingseffekt und belastet die Laufmuskulatur nicht.

…der zündende Gedanke !

Das Wort Indoor flatterte gerade im Geiste an mir vorbei und hatte die Form eines Wolkenhühnchens. Hätt ich ja fast nicht drauf geachtet, aber dann erschien noch ein anderes im Wörterkarussell der Gedankenspielerei: Marathon. Tja, und ehe ich mich versah, stand ich vor meiner Haustür – wieder ein Lauf verflogen wie nix! “Wie jetzt, INDOOR-Marathon ? Wann denn?”, fragte mich später am Abend meine Frau mit einem Hauch von Entgeisterung in ihrem Stimmchen. “Na gleich morgen, im Studio! Wieder ganz spontan…äh, Chacka?” Da war er wieder, der Ääääh-Blick meiner Frau. Denselben Ääääh-Blick kannte ich ja schon von Kumpel Marco, wenn ich ihm wieder mit einer verrückt-spontanen Idee zu einer Tour kam (bei ihm ist aber noch ein langgezogenes Ööööh dabei, gefolgt von einem Hauch von Och-Nöööh).

Es war einmal…

…an einem Samstag vor nicht allzu langer Zeit. Wir schreiben den 06.07.2013, es ist 16 Uhr 15. Voller Enthusiasmus, Vorfreude (und ein paar innerlich gesprochenen Chacka´s später) stand ich auf dem Laufband, und hatte einfach an ALLES Erdenkliche gedacht: Auf der Ablage des Laufbands lagen zwei Energie-Gel´s, Spind-Schlüsselbund, der tempe™(Temperatursensor), Ebook-Reader, Handy. Im Becherhalter rechts daneben hatte ich eine anderthalb Liter große Wasserflasche gezwängt. Das Handtuch hing ebenfalls griffbereit, falls ich mal während des Marathons meine feuchte Stirn abtupfen müsste.

Ich ging in Gedanken nochmals alles durch: voller Enthusiasmus hatte ich vorhin das Fitness-Studio betreten. Dann folgte die Begrüßung der Mitarbeiterin am Empfang, dort die Mitgliedskarte fix eingescannt, dann ab in die Umkleide. Dort rasch umgezogen, den Laufsensor (höllisch wichtig, soll mir ja jeder glauben, das ich das durchgezogen hab!) am Schuh angebracht, den Brustgurt umgeschnallt, Spind mit einem Schloß verriegelt. Gott, wo war denn der Schlüssel ?! Achja (puh!) in der Ablage. Gaaanz ruhig, bloß nicht nervös werden jetzt. Ganz heikle Phase. Nochmals tief durchatmen, und dann, und JETZT…! “Heeey, Mario, Du Laufhengst,  alles klar?” Einer der Trainer begrüßte mich, kurze Ghettofaust-Begrüßung. Wir hatten uns schon öfters zwanglos unterhalten. “Na, was geht, Sportskanone ? Was willst machen ? Etwa Laufen ? Ist doch schön warm draußen, an der frischen Luft läuft es sich doch angenehmer. Hier drinnen haben wir doch nicht mal Klimaanlage….also, was geht mit Dir?” Hm, da stand ich bereits in Erklärungsnot. Denn eigentlich wollte ich das Ganze fix hinter mich bringen, ohne es an die große Glocke zu hängen. Ich rang mit dem Gedanken, es ihm zu sagen. Ach ne, lieber noch nicht. Stattdessen erwiderte ich: “Jau, das stimmt wohl. Anstelle Radfahren heut warm laufen, danach dann Krafttraining….” Das letzte Wort klang verdächtig lang gezogen, länger, als ich beabsichtigt hatte. Er guckte dementsprechend etwas argwöhnisch, aber dann wechselte er Gott-sei-Dank umgehend das Thema, erzählte mir von seinem geplanten Triathlon in Hamburg. Es machte stets Spaß, sich mit ihm zu unterhalten, denn nach jedem Smalltalk faszinierte mich Triathlon ein Stückchen mehr. Er hatte sogar mal gemeint, er könne sich gut vorstellen, das ich ein guter Triathlet wäre. Tjaja, da hat mein Ego innerlich gestrahlt wie nen 35 Karat Diamant. Das Gespräch näherte sich dem Ende, weniger beiläufig wie absichtlich schaute ich auf die Fenix. “Oh, na sowas…schon so spät ? Halb fünf, ist das zu glauben ? Du, ich werd dann mal fix laufen, können uns ja nachher weiter unterhalten?”“Alles klaro, aber ich werd schon vor 20 Uhr weg sein,werd früher abgelöst!”. Ich horchte auf: “Wie jetzt 20 Uhr ? Nicht 22 ?!” Innerlich hetzte ich rechnerisch rum: anstelle viereinhalb Stunden für den Marathon blieben mir nun läppische zweieinhalb ?!? “Nääh, ist doch Woch-en-en-de, da machen wir doch immer um 20 Uhr dicht – na ein Glück, was ? Sieh dich um, bei dem schönen Wetter trainiert hier doch keiner! Und ich muss bald auch nicht mehr arbeiten, jeah! Dann hau mal rein, Mario!” Weg war er. “Ööhm, ja Super…”

30 Kilometer…

…hatte ich noch NICHT hinter mir, pfff, weit gefehlt, ich gab diese Distanz gerade in der Konsole des Laufgeräts ein. Traurig, aber wahr. Seufz.

Den Indoor-Marathon konnte ich also bereits vergessen, denn meine Wettkampf-Bestzeit belief sich aktuell bei bescheidenen 3 Stunden 57 Minuten. Ich fluchte innerlich! “Na gut, 30 Kilometer sind doch auch machbar, wenn ich jetzt ordentlichst Kette gebe! Irgendwie!!” Den GPS-Modus der Fenix stellte ich noch schnell auf [IM GEBÄUDE] um. Danach koppelte ich die [ANT+™-Sensoren] Laufsensor, Temperatursensor und Herzfrequenz. Abschließend brauchte man nur noch bei der fēnix [Akt. starten] wählen, fertig. Ich aktivierte Laufband und Uhr natürlich zeitgleich. Alles war bis dato gut. Das Laufband setzte sich immer zügiger in Bewegung, ich erhöhte mutig auf 11 km/h. Dann war ausser Laufen nix mehr zu tun. Daher starrte ich unauffällig umher. Um diese Uhrzeit hielten sich kaum Mitglieder im Studio auf: neben dem umher gehenden Fitnesstrainer schwitzten noch zwei Kraftpakete in der Hantelabteilung rum. Ach, und das Rentnerpärchen dahinten an den Crosstrainern. Ich war also nicht der einzige Bekloppte, der am Wochenende keine Freunde hatte. Egal. “Mann, hier steht die Luft, warum schwitz ich so doll?” Ich spürte regelrecht,wie sich jede einzelne Schweißdrüse der Haut bereitwillig öffnete – puh, ich fing tatsächlich zu schwitzen an, und das echt nicht zu knapp! Ich schnappte mir die Wasserflasche, kippte mir ordentlich was in den Rachen. Alarm im Darm: ich mußte plötzlich koffern! Nicht gut, nein nein, absolut gar nicht gut…dann warf ich einen Blick auf die Kilometeranzeige und hätte mich fast verschluckt: “Wie bitte ?!? Erst 850 geschaffte Meter ?!?” Ein innerlicher Entsetzens-Tsunami spülte die eiserne Willensstärke locker dahin, ich konnte dieses Gefühl nur schwer wieder unterdrücken. Es klappte irgendwie…vorerst.

Von Irrtümern…

zum Wiederholten Male mußte ich was trinken, ich ölte bereits am ganzen Körper! Ungelogen: Die Funktionsklamotten waren extrem durchgeschwitzt, klatschnass wie der badende Köter Bello im Billerbach. Ich wollt gerade erneut die Wasserpulle zum Mund heben, wäre bei der Bewegung aber fast vom Band geflogen! Sch…! Einen Marathon auf dem Laufband erforderte ein gewisses Maß an Übung und Konzentration, stellte ich ernüchternd fest. Ich fühlte mich grad wie ein lumpiger Anfänger. Egal: seitlich der Lauffläche konnte man sich mit den Füßen auf unbeweglichem Untergrund hinstellen, sah ich gerade mit einem prüfenden Blick nach unten. Gesagt, getan. So, nun konnte ich in Ruhe trinken. Dieser Gedankenfehler wurde umgehend mit Abzug in der B-Note bestraft, denn während die Laufband-Konsole dreieinhalb Kilometer anzeigte, verkündete die fēnix mit einem kurzen Piepton gerade den dreitausendsten Meter. Die Lauffläche bewegte sich munter weiter, ich nicht. Allerdings wunderte mich trotzdem die Differenz von 500 Metern, das war zuviel Diskrepanz, das konnte irgendwie nicht sein. Also stoppte ich das Laufband, hangelte mich durch das Menü der fēnix bis hin zu [Laufsensor] und stellte überrascht fest, das man diesen kalibrieren konnte. Aha ? “Mario, du hast dich allergeilst vorbereitet: setzen, sechs!”, dachte ich bloß betrübt. Soviel zum Thema “mal eben nen Indoor-Marathon reißen” – haha, Pustekuchen!

Der Sensor bot zwei Kalibrierungs-Optionen: [Distanz] und [GPS]. Da ich mich [IM GEBÄUDE] befand, wählte ich ersteres. Damit die fēnix einen Kalibrierungsfaktor berechnen konnte, sollte ich zunächst 800 Meter laufen und danach die Uhr anhalten. Also stellte ich die Laufband-Konsole zwecks Abstimmung ebenfalls auf 800 Meter ein, drückte an Uhr und Konsole gleichzeitig den Start-Button und spulte die Distanz ab (selbstredend sei an dieser Stelle gesagt, das ich das freilich auf mein 30 KM Konto verbuchte. Als würd ich hier Gratis-Kilometer laufen, glaub es hackt). Nach dem Lauf stoppte die Uhr und zeigte mir (möglich durch den integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensor) den berechneten Faktor an: 933. Aha. Diese Einflußgröße soll also für eine noch höhere Genauigkeit bei der Messung während des Laufes sorgen. Lassen wir uns mal überraschen. Ich schaute beiläufig auf die Uhrzeit. “Schon 17 Uhr durch ?! Och Mann…!” Ich stellte die Konsole diesmal auf 26 Kilometer, und während sich das Laufband erneut mit 11 km/h in Bewegung setzte, nestelte ich an der Ablage rum. Der Schlüsselbund hatte sich mit einem komischen schwarzen Kabel verheddert, das aus der Laufband-Konsole hing. Ich kümmerte mich nicht weiter drum. Dann fiel mir mein Ebook-Reader auf, schaltete ihn ein, fing an zu lesen. Nach wenigen Minuten hatte ich jedoch schon keine Lust mehr. Bei dem Laufband-Tempo auf begrenztem Raum und dem durchgehenden Schweißfluss entspannt lesen können…nee, machte keinen Spaß. Mir fehlte stattdessen Musik, darauf hatte ich nun echt Bock! Leider lagen die Kopfhörer im Umkleide-Spind. Dickes Fail.

…Missgeschicken…

Wasserflasche längst leer, was soll´s, gerade schob ich flüssiges Energy-Gel hinterher. Schweiß lief längst an Armen und Beinen herab, das weiße Garmin-Shirt klebte wie eine zweite Haut an mir. Das Laufband hatte ich bereits mit Körperflüssigkeiten vollgekleistert. Ein paar Mal hatte ich auch schon abmokern müssen, das es keine Freude war. Das fiel auch wem anders auf. Toi toi, zum Glück nur das mit dem Schweiß. “Ähm, Mario, dein Shirt klebt ja extremst, Nippelalarm schon von weitem. Was soll das werden hier, dacht, du wolltest Dich bloß warm laufen ? Das sieht hier aber eher nach ner Schlammschlacht aus! Ey Junge, ziehe sich einer mal die Schweißspritzer rein. Glaub ja nicht, das unsere Putze das nachher saubermacht!! Bäh!” Innerlich grummelte ich und starrte auf die Anzeige der Konsole: ich hatte gerade den siebten Kilometer geschafft, trotzdem freute ich mich kein Stück, das Gefühl war eine Mischung aus abgrundtiefem Entsetzen, Stolz und nahender Ohnmacht. “Ich sag Dir nur eins: wenn ich den Käse hinter mir hab, Dusche ich eine Stunde lang auf Eure Kosten!” Hob sich da grad eine Augenbraue bei dem? “Hm, hattest Du mir nicht mal erzählt, du wärst schon Ultra´s gelaufen ? Und hängst hier bei luschigen sieben Kilometern bereits durch wie nen nasser Sack…” Sein Blick wanderte währenddesen rüber zur digitalen Balkenanzeige, welche Grün blinkend die noch bevorstehenden Kilometer darstellte. Schüttelte dann den Kopf. “Noch 20 Kilometer? Na viel Spaß noch…” Schulterklopfen, dann ging er weiter, rief noch: “Aber weißt Du was ? An der Theke steht nen Mineralstoff-Drink bereit. Und für den Notfall gibt´s ja diesen riesengroßen Emergency-Button direkt vor Dir. “ Ich saugte den letzten Tropfen Gel aus dem Beutel, legte ihn auf meinen Schlüsselbund. Da fiel mir wieder das schwarze Kabel auf, das sich ja mit dem Schlüsselbund verheddert hatte. Bei 11 km/h nestelte ich daran herum, plötzlich machte es laut SSSSOOOOOMMMM – und während das Laufband abrupt zum stehen kam, leuchtete ein roter Text vor mir auf: erst erschien RESET – BITTE WARTEN, danach 8 KM, kurze Zeit später der finale Text NEUE ÜBUNG WÄHLEN. “Na Spitzenklasse, du Hengst…dein geilster Marathon ever!”, dachte ich seufzend. Nun konnte ich mir wenigstens die Kopfhörer aus dem Spind holen…

…und sonstigen Hindernissen.

Ich lief zur Theke wie ein begossener Pudel, schaute kommentarlos zu besagtem ̶Ba̶̶r̶̶k̶̶e̶̶e̶̶p̶̶e̶̶r̶  Fitnesstrainer rüber und spülte das Glas ohne eine Miene zu verziehen runter. Natürlich zählte die Fenix meine Schritte weiterhin, den Laufsensor hatte ich noch nicht ausgeschalten. Vergessen. Was soll´s, mich konnte nix mehr ärgern, ich freute mich gerade, wie das kühle Nass den klebrigen Rachen hinunterlief. “So, ich hab nu Feierabend, gleich kommt meine Ablöse, ich werd nun mit Freunden am See grillen! Freut mich, das du es doch noch geschafft hast. 30 Kilometer also nun insgesamt ?” Ich erwiderte: “Noch lange nicht. Aktuell müssen das laufgerät und ich noch an der Kommunikation arbeiten.” Wir verabschiedeten uns, und ich schlurfte wieder zurück zum Laufband. “Oh Mann, noch 18 Kilometer…”, stöhnte ich, synchronisierte dann widerwillig Laufband-Konsole mit der fēnix. Dann setzte sich die Lauffläche in Bewegung. Ich sah die offenen Arme der Monotonie bereits auf mich zukommen.

Mein Blick starr nach vorn gerichtet versuchte ich bei Musik abzuschalten. Im Ladyfitness-Bereich ächzte gerade eine Dame älteren Jahrgangs am Rudergerät. “Lieber jetzt freiwillig eine Stunde rudern, wie auf dem Laufband…”, dachte ich beim zuschauen. Rudern ist eine vielseitige aerobe Übung, die die Herz- und Lungenfunktion verbessert, bei der die Ausdauerfitness und die Sauerstoffaufnahme zunimmt. Da das Rudern eine natürliche Bewegung ermöglicht, ist es eine der besten Trainingsformen – gutes Alternativtraining neben Radfahren, Schwimmen und Laufen. Gerade lief die Ruderfrau an meinem Laufband vorbei Richtung Theke, als es im Magen erneut rumorte. Ach, bitte nicht! Nein, ich konnte es echt nicht aufhalten und ließ wieder den Hintern singen. Schnell roch es miefig. Das bildete ich mir hoffentlich nur ein, aber es schien, als kassierte Ich einen bösen Blick von der alten Tante. Der Zeitpunkt für eine endgültige Entscheidung fiel mir in diesem Moment leicht, es rumorte immer stärker im Magen. Summa summarum lumpige 15 Kilometer geschafft. Ich drückte den roten EMERGENCY-Button und rannte bloß noch flüchtend zur Toilette!

Na und ob: versuch macht klug!

Soviel weiß ich nun: Ein privater INDOOR-Marathon im Fitnessstudio ohne vorherige Absprache mit dem Personal stellt dich…vor einer ganz, ganz, GANZ besonderen Herausforderung. Von der gründlichen Vorbereitung bis zu Tag X sollte alles durchkalkuliert sein. Im folgenden habe ich daher eine brauchbare Liste gemacht, die sicherlich noch ausbaufähig ist:

  1. Es KANN nicht verkehrt sein, wenn der Fitnesstrainer als mobiler allzeit-bereit-Waterboy zur Seite stünde. Nun gut, er muss ja nicht stundenlang neben einem stehen…sagen wir mal, es reicht völlig, wenn du laut WATERBOY rufst! Beim nächsten Mal also Absprache (wenn mein Fitnesstrainer das liest, nimmt er mir das evtl. übel)
  2. Ein paar mehr Energy-Gel´s können ja nicht schaden!
  3. Mach Dich mit dem Laufband vertraut. Wie ich bspw. feststellte, kann ich meines im Studio für sage und schreibe 60 Sekunden pausieren (this is madness, aber was soll´s), bevor es knallhart wieder anfängt weiterzulaufen. Bin ich schnell genug…reicht es aber trotzdem nicht, um pinkeln zu gehen oder die Wechselklamotten aus dem Spind herauszuholen. Dafür kann ich schnell an der Theke was essen oder trinken.
  4. Esst KEINEN Brokkoli-Gratin am Vorabend !!! (am besten esst einfach mal gar nix)
  5. Achja, kalibriert schon vorher den Laufsensor mit der GPS-Uhr. Nichts ist sicherlich schöner, wie nach einer auf der Laufband-Konsole eingestellten Marathondistanz von gerundet 42,2 Kilometern zuerst zufrieden festzustellen, dass das Laufband stoppt, weil ihr es geschafft habt…nur um dann einen lauten Entsetzensschrei auszustoßen, weil auf dem Display Eurer GPS-Uhr möglicherweise noch zwei Kilometer bis zum erlösenden Finish fehlen. Die Alternative: ihr rennt einfach weiter quer durch´s Fitnessstudio, umkreist die Geräte, stattet dem Zumba-Kurs ein paar Mal hüpfend einen Besuch ab und ignoriert einfach die vielen seltsamen Blicke um euch herum, bis ihr es geschafft habt!
  6. Frag dich immer wieder: “Hab ich IRGENDWAS vergessen?”
  7. Dein allergrößter Feind ist die MONOTONIE! Im Ernst, dir muss klar sein, was du tust. Stell dir einfach vor, du hast nach einem Kneipenbesuch randaliert und weisst wenig später gar nicht mehr, wie du in der Ausnüchterungszelle gelandet bist. Richtig, da hockt man viele Stunden lang rum, umgeben von weißen Kacheln, einer Imputz-Hocktoilette und das Bett ist bestenfalls eine gefließte Erhebung im Boden. Richtig ist auch, das ein Indoor-Laufbandmarathon noch schlimmer ist, denn du kannst da ja im Fitnessstudio nicht einfach erbrechen; oder dich auf kalten Fliesen ausruhen; oder fehlende medizinische Überwachung deines instabilen Gesundheitszustands. Und nun kommen wir zu einer Gemeinsamkeit: stundenlang steht dir nur ein begrenzter Bereich zur Verfügung, und der gehört nur dir ganz allein. Auf freiem Fuß stehen gibt dem Ganzen dann einen faden Beigeschmack. Daher mein Tipp: entgehe der Monotonie, indem du deinen mp3-Player mit Musik vollstopfst. Und vergiss den dann nicht zuhause!
  8. Liebe Mädels, liebe Jungs, stellt euch einen 6er Träger Wasser neben das Laufband. Das hat viele Vorteile…zum Beispiel habt ihr Durst und könnt dann was trinken. Liebe Mädels, weiter geht´s nun mit Punkt 9. An die Rest-Fraktion: wenn ihr dringend Pipi machen müsst, dann nehmt eine leer getrunkene Pulle und in einem unbeobachteten Moment…*Checkerblick*…gee-nau.
  9. Frag dich nochmals: “Hab ich IRGENDWAS vergessen?”
  10. Stets positiv denken ! Ja, schon klar, wenn ihr das hinter euch habt, wird euch keiner feiern. Das wird Tante Hildegard auf dem Stepper vor euch ebensowenig jucken wie Onkel Karlheinz beim Spinning. Eher könnt es mal zwischendurch Streß mit ein paar Bodybuildern aus der Hantelabteilung geben, weil ihr stundenlang das Laufband blockiert. Habt ihr dann bereits den berühmt-berüchtigten Mann mit dem Hammer irgendwo glücklich jenseits KM 30 hinter euch gelassen, droht ihr trotzdem vor die Wand zu laufen: Bulldozer-Hugo schubst euch achtkantig vom Laufband. Mal ehrlich, das alles nur, weil ihr in einem schwachen Moment kreislauftechnisch total daneben  und ihm blöd gekommen wart ? Ich bitte euch, einfach cool bleiben und ihm einen Eiweißshake spendieren!  Wie gesagt, positiv denken. Ihr werdet zwar nach erfolgtem Finish intolerante und mitleidige Blicke kassieren, wenn ihr Richtung Dusche kriecht, aber wenigstens haben euch genau diese Leute während eurer schweißtreibenden und regelmässig flatulenzenden Laufband-Aktion bemerkt.

Am 21.07.2013 gehe ich es jedenfalls überlegter an, nehme mir dann 20 bis 25 KM vor.  Die mühsam-ernährt-sich-das-Eichhörnchen – Methode. In der kommenden Folge erfahrt ihr dann in einer Bilderserie genaueres über die Laufsensor-Kalibrierung und die optimalen Menü-Einstellungen der fēnix (hab mir u.a. für kommende Laufberichte eine neue Kamera mit Bildstabilisator besorgt – denn auf der Lauffläche Fotos mit dem Handy schießen gestaltete sich letztens als schweißtreibender Akt, im wahrsten Sinne). Ich werde zudem in regelmässigen Kilometer-Abständen einen Bildvergleich zwischen fēnix und Laufband-Konsole machen. Und bestimmt wird obige Liste um wesentliche Punkte  ergänzt…oder ich habe diesmal wirklich alles richtig gemacht! Vielleicht haben ja einige von Euch weitere Ideen oder Vorschläge ? Na dann: wünscht mir Glück!

 In diesem Sinne liebe Grüße, Euer

Mario

Ein neues Update ist verfügbar! Gerätesoftware 3.20

Neue Gerätesoftware 3.20 

23. April 2013 | Veröffentlicht in Neue UpdatesOutdoor und Freizeit 

Änderungen in aktueller Gerätesoftwareversion:

  • Indoor Datenseiten-Schleife hinzugefügt
  • Höhe zu FIT-Aktivitäten im Indoor-Modus hinzugefügt
  • 3D Geschwindigkeit und Distanz Auswertung hinzugefügt. Horizontale/vertikale Komponente zur Berechnung miteinbezogen. (Einstellungen > Sensoren > Höhenmesser > 3D-Daten)
  • Skimodus für Auto-Pause Funktion hinzugefügt. Ausgelegt für die Verwendung Downhill/Alpin-Skiing. Pausiert die Trackaufzeichnung NICHT in der Bewegung. (Einstellungen > Tracks > Auto Pause)
  • Skimodus für Auto-Runde Funktion hinzugefügt. Ausgelegt für die Verwendung Downhill/Alpin-Skiing. Zur Verwendung als automatischer Lauf-Zähler und um Daten für indivduelle Lauf-Statistiken zu separieren. (Einstellungen > Fitness > Auto Runde)
  • Datenfeld “Elapsed” hinzugefügt: zeigt Gesamtzeit seit Aufzeichnungs/Aktivitäts-Start an (beinhaltet Pausenzeit)
  • Möglicher Fehler behoben: Kalorien wurden bei Verbindungsabbruch zum Brustgurt zurückgesetzt
  • Möglicher Fehler mit inkorrekter Maximal-Geschwindigkeit behoben
  • Anzeigefehler in “Peilen und Los” Funktion behoben
  • Fehler behoben: “Suche Satelliten” Meldung erschien als Indoor Training gestartet wurde
  • Mögliches Abschalten beim Bearbeiten von Wegpunkt-Namen mit Grad-Symbol behoben
  • Möglicher Fehler mit gpx-Dateien, welche gemittelte Wegpunkte enthalten, behoben
  • Möglicher Fehler behoben, dass die Batterie schneller als vorgesehen verbraucht wurde
  • Möglicher Fehler in der erneuten Sortierung der Menüpunkte unter Einstellungen > Menü behoben
  • Möglicher Fehler behoben: Gerät frierte bei Ansicht der Geocache-Logs ein
  • Verbesserte Autozoom auf Karte
  • Möglicher Fehler behoben: Satellitensuche beim Setzen eines Wegpunktes
  • Möglicher Fehler in Höheneinheiten bei Profilwechsel behoben
  • Möglicher Fehler behoben: Manuell kalibrierte Höhe änderte sich auf den vorherigen Wert
  • Mögliches Abschalten bei Tastenkombination zur MOB-Funktion

Eine komplette Übersicht der Änderungen finden Sie hier.

Das Software-Update können Sie über myDashboard durchführen.

Fenix firmware 3.0

Es gibt eine neue Firmware für den fenix!

Hier die aktuellen Neuerungen!

Changes made from version 2.90 to 3.00:

  • Added ability to select Venezuela and UTC time zones
  • Added continuous altimeter auto calibration mode
  • Improved altimeter auto calibration. Settings are now: Off, At Start or Continuous. Use ‘At Start’ for an initial calibration from GPS when tracking has started. This will result in more consistent relative elevation change. Use ‘Continuous’ to continually calibrate the barometer towards the current GPS elevation. This will result in a more stable elevation during pressure changes due to weather.
  • Improved ETE/ETA calculations so they are more responsive to speed changes
  • Fixed cadence units overlap in bottom data field
  • Fixed issue with proximity alerts when GPS was off
  • Fixed potential issue with alert notification settings
  • Fixed issue where Track and FIT History details did not match for the same activity
  • Fixed issue with Time -> Til Sunset alert

Garmigramm #8: Mein Tempe™ mag es kalt, hart und schön!

Hallöchen!

Ganz schön dickdreist, das Motto eines allseits beliebten und bekannten Ultramarathon-Laufes im Harz als Aufhänger für den Artikel zu benutzen. Aber was soll’s, denn der Slogan ist so passgenau wie die Befestigungs-Halterung des kleinen  tempe™.

“Wie jetz’ tempe™…? Was’n dadd wieder ?!”

 So jedenfalls hatte ein Bekannter letztens reagiert, als Ich Ihm erzählte, das GARMIN uns Tester Ende November wieder einmal mit einem Päckchen (RIESIG großer Karton mit WINZIG kleinem Technikwunder darin!) überraschte.
Man sollte derzeit ja eigentlich annehmen, die Garminianer hätten mit aktuellen Projekten wie der Missgeschick-Aktion, der Velothon-Berlin Radsportveranstaltung oder dem Adventkalender nicht schon genug um die Ohren! Jedenfalls war die Freude sehr groß, an dieser Stelle also nochmals ein herzliches Dankeschön, ein wirklich gelungenes, verfrühtes Nikolausgeschenk (sag ja, ich bin dickdreist…freue ich mich doch schon auf das tolle Weihnachtsgeschenk, hihi..).
Warum braucht die Welt eigentlich einen tempe™ ? Müssen wir von vorn anfangen. Also: Das kleine Ding ist – Trärä!Fanfare! – ein Temperatur Funksensor und wird bspw. am Schuh genauso befestigt wie der bekannte Garmin Laufsensor:

Beim Auspacken Ende November ignorierte Ich zunächst die Gebrauchsanweisung, da ich bereits wußte, wie man externe Sensoren mit der fēnix™ koppelte, in diesem Falle also: Orangefarbene Taste->Einstellungen->ANT-Sensor->TEMPE->Neue Suche. Easy-Going! Der Sensor wurde schnell erkannt, das Pairing funktionierte tadellos. Danach schaute Ich mir spaßeshalber mal die Anleitung an, wurde zunächst stutzig, mußte dann aber schmunzeln. Obwohl der Temperatursensor ja eigentlich auch mit einigen anderen Garmin-Geräten kompatibel sein soll, hatte man die Anleitung aber wohl speziell für die fēnix™ konzipiert, denn mein kleines To-Do (siehe ein paar Zeilen weiter oben) fand Ich dort haargenau dargestellt. Na gut, der Fairness halber steht da auch: im folgenden sind die Anweisungen für die fenix ausgeführt… aber das kann man schnell überlesen, wenn man erpicht ist, den tempe™ endlich auszuprobieren!

Advent, Advent…

Der vergangene Sonntag war ja wie geschaffen für den ersten Außeneinsatz des Temperatursensors: Schnee, Kälte, Nässe, die hohe Luftfeuchtigkeit…jeah! Zwiebelschicht ? Check. fēnix™? Check. Brustgurt ? Check.  ? tempe™ ? aber SOWAS von Check! Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende (wer weiss, lach!) zu,  es ist der erste Advent, und ganz Deutschland liegt entweder noch im Bett oder hockt schon vor der Glotze. Ganz Deutschland …? Mitnichten: Ein jährlich zunehmendes, unbeugsames und zielstrebiges Volk von Lauf-Süchtis frönt dem langen Lauf am Wochenende! Und ich gehöre ebenfalls zu diesen verrückten Lauf-Junkies, die es mit allen Witterungsbedingungen aufnehmen.

Naja, es schneite zwar, und es war auch kalt, von den diesigen Sichtverhältnissen mal ganz zu schweigen…aber seien wir ehrlich: Kalt ist anders. Hart ist anders. Und schön ist auch anders. Aber nichtsdestotrotz war Ich zufrieden mit dem Wetter. Nächstes Mal lasse Ich noch die Jacke, Handschuhe und Mütze weg, dann bekommt man ein ungefähres Gefühl für diese tollen Wie-Wörter. Hehe…

Während Ich also erstmal am laufen bin, hier für Euch mal kurz die harten Fakten:

  • Drahtloser Temperatursensor: 2,4 GHz ANT+
  • Wasserbeständig: bis 10m
  • Reichweite: ca. 3m
  • Betriebstemperatur: -20°C bis 60°C
  • Batterie: Auswechselbare CR2032-Batterie, 3 Volt

Anschließend ein kurzer Blick auf das formschöne und vor allem praktische Design:

Ihr seht, das kleine Teil ist völlig unkompliziert in der Handhabung. Am linken Schuh hatte Ich den Laufsensor, am rechten den Tempe. Während ich also am heimischen Mittelland-Kanal entlang lief, schaute ich zwischendurch immer mal wieder auf meine Schuhe, spielte in Gedanken “ene mene muh…und welcher Sensor bist nun DU?”. Denn Tatsache ist: Diese beiden Sensoren können voneinander nicht unterschieden werden. Natürlich kam mir beim Lauf auch die Befürchtung “und was wäre, wenn sich einer der Sensoren einfach mal aus der Lasche löst?”. Naja, dann: “dumm gelaufen” ? Achwas, jetzt mal im Ernst, es dürfte gar nix passieren!

Am Ende meines (zugegebenermassen eher luschigen Advents-Spazierganges, der vor Motivation nur so strotzte) checkte ich ein letztes Mal die Werte und war etwas überrascht: 5°C ? Denn meine zwischenzeitlich auf dem Display der fēnix™ beobachteten Werte lagen eigentlich zwischen 2°C-3°C.
Das wollte Ich dann zuhause einmal genauer wissen, also lud Ich meinen Lauf zunächst auf das Trainings – und Tourenportal GARMIN-Connect hoch,denn die Temperaturwerte während des Laufes interessierten mich ganz besonders:


Raus aus der warmen Wohnung, rein ins kalte Getümmel: Wie man sieht, dauerte es keine 7 Minuten, bis der  tempe™ sich der Umgebungs – bzw. Außentemperatur angepasst hatte! Eine durchschnittliche Temperatur von 2,9°C bestätigt dann auch meine zwischenzeitlichen Beobachtungen während des Laufes. Und nun ahne Ich auch, warum 5°C: Zu dem Zeitpunkt stand Ich schon eine Weile herum…denke mal, die heiß gelaufenen Schuhe müssen während dieser Zeit genügend Wärme abgegeben haben ;-)

Fazit

Tja, nun könnten Kritiker vom Dienst abschließend die Arme verschränken und die Frage stellen, wo so ein toller Temperatursensor denn überhaupt Anwendung findet. Und nicht zuletzt stellt sich diese berechtigte Frage insbesondere ja auch der Besitzer einer  fēnix™. Die GPS-Uhr selbst besitzt bereits einen internen Thermometer…aber genau da liegt das Problem ja schon auf der Hand, will sagen, “am warmen Handgelenk”! Genau, Dr.Watson, richtig erkannt: Damit die Temperaturwerte nicht verfälscht werden, müsste man die GPS-Uhr also während der Outdoor-Aktivität irgendwo extern befestigen, bspw. am Trekking-Rucksack. Also, warum ein Sensor ?

  • Weil Ihr ja wohl nicht ständig eine Wetterstation mit Euch rumschleppen wollt ?
  • Weil neben der exakten Ermittlung von Höhendaten und Luftdruck die Temperaturmessung eine sinnvolle Ergänzung ist ?
  • Weil allerspätestens bei der Bildung langer Stalaktiten am weißen Rauschebart der Weihnachtsmann in Begeisterungsstürme ausbrechen dürfte, wenn er bei minus 20°C mit dem Schlitten ne Schicht schieben muss [...und wie jetzt, immer noch nicht den Unterschied Stalaktiten/Stalakmiten gelernt ? Ach herrjeh! Okay, merkt es Euch dann halt so: "Die Mi(e)ten steigen und die Tit(t)en hängen“]

Ich könnt hier noch ewig weitermachen, aber ich wollt eigentlich einen halbwegs anspruchsvollen Artikel schreiben.

So, dann würde Ich sagen, Ihr kauft jetzt das tolle Stück, damit Euch bei der nächsten, langen Expedition in der tiefsten Antarktis oder Sahara keine Fehleinschätzung der Umgebungstemperatur widerfährt. Der Tempe kann natürlich auch spielerisch von Nutzen sein:

  • In den tief verschneiten Anden wollt Ihr beim Gang zum Plumsklo im Niemandsland hinter Timbuktu auch mal wissen, wann denn Exkremente gefrieren können
  • Ihr wisst, das in der Sahara extreme Temperaturschwankungen während der Tages – und Nachtzeit herrschen …und seid mit der Tempe plötzlich DER Star beim nächsten Marathon des Sables!

Aber übertreibt es nicht mit euren Spielereien: Spätestens, wenn Quecksilber gefriert oder während des Badwater-Ultras in Death Valley ein Hitzekoller droht… habt Ihr den tollen Temperatursensor wohl - ähm! – geschrottet :P

Wünsche Euch also viel Spaß beim nächsten Weihnachts-Shopping. Kauft das Teil, es lohnt sich!

Bis zum nächsten Mal,

Euer Tester Mario

Tempe™

Wahhhhnsinnnnnn!!!
Weihnachten drei Wochen zu früh …

Hab die Tempe™ bekommen!!!!

Daaanke!! Bei meinen letzen drei Skitouren hätte ich ja soo gerne gewusst, wie kalt es ist…. Kann manchmal auch ganz ein entscheidender Faktor, ob man eine Tour weitergeht oder abbricht – Lawinengefahr …

DAS NEUE ARMBAND

Es ist angekommen.

Das neue Armband für die Garmin Fenix ist nun endlich da. Es sieht nicht ganz so aus, wie auf den Seiten von Garmin. Das orange ist so wie es sein soll, jedoch sind die kleinen Rauten in der Struktur nicht wie angenommen leicht schattiert und grau. Schade, aber es sieht trotzdem gut aus und ist eine optische Abwechslung zum schwarzen Armband. 

Montage

 Die Montage ist total einfach. Neben dem Armband werden 4 Schrauben sowie der passende Schraubendreher mitgeliefert. Die Schrauben haben eine Führungsspitze, die in das Gegenstück am Armband eingreifen. In ca. 5 Minuten ist alles gewechselt. Da an den alten Schrauben am Gewinde Schraubensicherung war, habe ich diese auch für das neue Armband verwendet. Dadurch ist sichergestellt, das sich auch unter Belastung im extremeren Sport- und Outdoorbereich nichts löst und auf einmal die ganze Uhr weg ist. Es wäre schade drum.

Ein Hingucker - es sticht noch mehr ins Auge, oder ?

 

Ergänzung zum Routing auf unbekannten Strecken und Wegen

Mittlerweile bin ich schon über 10 Strecken gelaufen, die mir unbekannt waren. Es klappt ohne Probleme und ohne das ich mich nur einmal verlaufen habe.

Plant auf Basecamp einfach eine Route zu Fuß (mit Start & Ziel). Danach geht ihr auf die Routen-Funktion und folgt der automatisch angelegten Strecke. Legt Wegpunkte an markante Stellen, an denen es heikel wird, oder ihr abbiegen müsst / wollt. Setzt den Punkt ca. 30m vor die Stelle, an der ihr abbiegen wollt. Jetzt speichert ihr die neue und selbst gebastelte Route ab und kopiert sie auf die Fenix. Beim Lauf oder was auch immer ihr vorhabt, werdet ihr kurz vor der Abbiegung mit Vibration und Ton informiert. Jetzt erst wende meinen Blick auf die Kartenseite der Uhr und sehe in welcher Richtung es weiter geht.

Bei Fragen schreibt mich einfach an.

Gruß und weiterhin “Viel Spaß” wünscht euch Maik

Tag X: Der fēnix™ Brocken-Challenge Laufbericht | Folge 4

Hallo Zusammen!

Aktuell befinde Ich mich in der letzten Trainingswoche für den kommenden Untertage-Marathon in Sondershausen. Vor Wochen wurde Ich von einem der Gründungsmitglieder des ASFM e.V. Göttingen mehrfach gefragt, ob Ich nicht an diesem Marathon teilnehmen wolle. Ich habe zunächst euphorisch zugesagt. Typisch Mario: volle Pulle, ohne groß drüber Nachzudenken! Ich mache keinen Hehl daraus: aktuell bin ich eher pessimistisch, was das erfolgreiche Finishen des laut Veranstalters härtesten Marathons (wie jetzt ? Der Welt??) anbelangt. Hallo ? 42 km Untertage bei nur 30% Luftfeuchtigkeit und über 1000 Höhenmetern ?Und selbst wer jetzt meint, das sei doch schaffbar (“lauf die Strecke doch gemütlich, Mario!”) vergisst das Zeitlimit: Innerhalb von 2 Stunden und 45 Minuten ist bitteschön die Halbmarathondistanz geschafft, sonst wirst Du ratzifatzi aus dem Rennen genommen! Und als sei das nicht genug Bestrafung, beobachtet Dich auf Schritt und Tritt der Wettkampfarzt. Zwölf Runden â 3,32 Kilometer – ‘Tiefe Augenblicke’ also garantiert! “Das sind ja Badwater-Zustände hier”, kam mir anfang dieser Woche der Gedanke, als Ich mir wohl zum x-ten mal die Ausschreibung durchgelesen hatte. Ja: vor diesem WK vermischen sich Emotionen wie Angst, Respekt und freudige Erwartung zu einem Bloody-Mary-Cocktail. Prost…

Das hatte Ich vor dem ersten BC nicht so in Erinnerung. Aber hey! Es gibt auch Lichtblicke am Ende des Bergschachts: Ich treffe vor Ort auf Norman Bücher und könnt Ihm mal die Hand schütteln.

Ich freue mich, denn immerhin war mein erstes, ehrliches Lauf – und Motivationsbuch von Ihm. Norman’s Buch hatte mich im ersten Jahr meiner Laufkarriere mehrfach inspiriert…und das tut es immer noch. Sein letztes Laufabenteuer war der Kalahari Augrabies Extreme Marathon mit 250 km in Südafrika. Er ist also allerbestens Vorbereitet. Tja, und wie trainiert ein ambitionierter Hobbyläufer wie meinereiner? Im verregneten, KALTEN Deutschland – na Dankeschön! Eigentlich hätte Ich mein Fitnessstudio doch überreden sollen, eines der tonnenschweren Laufapparate für die Dauer meines Trainings in die Sauna zu v erfrachten, damit Ich dort täglich meine 20-40 km abspule. Ich hätte wirklich fragen sollen, nun ist eh egal. So, und Ich bin wieder abgeschweift. Den Schreibfluss sollte Ich mir jetzt mal für Folge 4 aufsparen, also los geht’s!
Marco drängelt, wo es denn bitte nun als nächstes langgeht, Ich habe ja die Karten…dieser Sklaventreiber :D

20.10.2012 | 14.40 Uhr

Laut Karte ging es nun von Schäferstuhl  drei Kilometer entlang des Salzgitter-Höhenzuges: ein bis 322,9m hohes Hügelland des Niedersächsischen Berglands zwischen Salzgitter und Goslar in den Landkreisen Wolfenbüttel und Goslar und im Gebiet der kreisfreien Stadt Salzgitter. Der Höhenzug wird von etwa 150 km Wanderwegen durchzogen, und aktuell befand ich mich auf einem waschechten Trail am Unterhang des dortigen Naturschutzgebietes – Trailrunning, endlich!

“Geht’s hier hoch?”, fragte mich gerade Marco, der vorgefahren war, weil der sehr schmale Trail keine Gelegenheit bot, neben mir herzufahren. Eine Abzweigung, wiederholt mußte Ich auf die Karte schauen. Ich hatte mich bereits an das Zusammenspiel Kompassfunktion fenix und Kartenmaterial gewöhnt, konnte sogar schon einigermassen gut damit umgehen. Es nervte jedoch, immer wieder anzuhalten. Immerhin lief Ich hier Ultramarathon, der Wechsel Laufen und Stoppen kostete Kraft, ganz zu schweigen von dem Zeitverlust. Aber gut, gejammert habe Ich schon in der letzten Folge. Momentan kämpften zwei Emotionen in mir um die Vorherrschaft: Der wütende und der resignierende Teil. Letzterer gewann nach Stunden schleichend die Oberhand. “Mario?”, rief Marco wiederholt. “Jajaja”, dachte ich zerknirscht. “Versuch Dir nix anzumerken, lauf einfach weiter, Du willst nicht, das Marco an Dir zweifelt…”. Laut rief Ich zurück: “Wir wollen nach Goslar, also bleiben wir auf dem Trail, es geht geradeaus weiter!”. Oha, das klang patziger, als beabsichtigt. Seufz. Ob er das gemerkt hatte in meinem Tonfall ? Der Weg wurde breiter, Spaziergänger kamen uns mehrmals entgegen. Als mich dann plötzlich eine attraktive Joggerin überholte, war Ich innerlich entsetzt. Ich schaute auf die Uhr: Herrjeh, eine achter-Pace? War ich etwa schon so langsam unterwegs? Marco fuhr gerade neben mir her, wir blickten dem lila Joggingdress nach, grinsten dann blöd…achja, typisch Männer halt! Laut sprach ich aus, was er vielleicht ebenfalls dachte: “Ja, ich bin langsam geworden, das wurmt mich, was soll’s…”. Marco taxierte mich kurz, schaute wieder nach vorn. “Los, gib Kette, schnapp Sie Dir, Tiger!”. Ich grinste, überlegte kurz, wollte schon Tempo machen…entschied mich dann aber dagegen. “Du bist kein Proll…”, dachte Ich. Die Joggerin bog dann sowieso zur rechten nach Othfresen ab und entfernte sich, für uns ging es jedoch geradeaus weiter. Währenddessen verbuchte der Schweinehund still und leise einen weiteren Teilsieg auf seinem stetig wachsenden Punktekonto…..

20.10.2012 | 16:35 Uhr

Willkommen im harzer Vorhof zur  Zickzackhölle, oder was ? Der Streckenverlauf…crazy! Mal glaubst Du, es geht voran, dann geht es wieder zurück, mal entfernen wir uns von der Ortschaft, mal geht es wieder zurück! Und der Arme muss oft gucken, wo es als nächstes langgeht. Nun reicht es mir aber…”Mario ?? Kann Ich uns navigieren? Na komm, Junge, gib die Karten!” Er guckte nur  kurz rüber…sein Blick genügte mir als Antwort vollkommen. Nix zu machen. “Sturer Bock, Du”, denk ich mir. Zwei Mountainbiker nähern sich uns mit rasanter Geschwindigkeit, fahren dann an uns vorbei. Kurze Zeit später erreichen wir die nächste Ortschaft. “Is’ bloß Jerstedt…”, ruft Mario mir etwas gelangweilt entgegen. Pff, langweile Ich Ihn etwa ? Ich wollt grad nen Witz raushauen, als vor uns wieder die beiden Mountainbiker auftauchen. Hat einer von denen etwa ne Radpanne ?  Tatsache! “Können wir helfen?”, ruf Ich dem einen sofort zu, der gerade an der Fahrradkette rumhantierte. “Nö Danke, wir kommen klar”, entgegnet dieser. “Mann Mann, ich bin von sturen Böcken umgeben”, fluche ich leise, als wir vorbeiziehen und wieder die Waldungen ansteuern. Eine wirklich traumhafte Gegend! Ich schließe zu Mario auf, radele neben Ihm her. Stumm ragt in weiter Ferne unser Ziel auf…
“Da ist er wieder…72 km haben wir nun hinter uns”, meint Mario gerade, und denkt wohl dasselbe wie Ich. ”Jo…”, antworte Ich etwas ehrfürchtig, den Brocken dabei fest im Blick. “Das Ding wirkt immer noch so irre weit entfernt…” Dann blicke Ich Ihn an. “Aber weisste was ? Den Klotz KAUFEN wir uns…koste, was wolle!”

20.10.2012 | 16:35 Uhr

“Zu meiner rechten der Mühlen-Teich…und jetzt nähern wir uns Gut Riechenberg!”, rufe Ich gerade Marco zu. Ich machte aktuell auf  Fremdenverkehrsführer, um uns bei Laune zu halten. Es dämmerte bereits, in ner Viertelstunde würde es dann komplett dunkel sein. Mein Begleiter war wie immer gutgelaunt, grinste sein…eben typisches Sunnyboy-Grinsen. Ich staunte wirklich nicht schlecht, fragte mich wiederholt, aus welchen mystischen Äthern der Typ diese positiven Energien anzapfte! Alle Welt würde es vermutlich nen stückweit besser gehen, wenn er mit uns das dolle Geheimnis teilen würde. Ich war gleichzeitig froh, das dem so war, denn noch immer lagen über dreißig Kilometer vor uns, denn den wirklich harten Brocken – der Oberharz, die knallharten Höhenmeter! – hatten wir noch zu bewältigen. Ich war selber guter Dinge, sehnte die Höhenmeter regelrecht herbei, die vor uns liegende Abwechslung. Nicht vergleichbar mit dem schnöden Feldmark-ZickZack. Die wahre Challenge sollte ab Goslar beginnen! Ich öffnete gerade den Mund, wollte die Situation dreist ausnutzen und Ihm fröhlich mit einem Chackagedöns zuträllern, das wir schon stolze 75 Kilometer  hinter uns hatten und…aber er kam mir zuvor, sein kurzer Gesichtsausdruck (trotz guter Laune!) hatte irgendwie was von…erzähl-mir-jetzt-nicht-wieviel-Kilometer-wir-noch-vor-uns-haben-sont-Grabenschubser-Blick!

20.10.2012 | 17:15 Uhr

Stockenduster isses! Und da läuft er immer noch, dieser Hengst! Ihm war zwar in gewissem Maße Erschöpfung anzusehen, aber er versicherte mir mehrfach, das dem nicht so war. Aha: DAS muss wohl die Verbissenheit eines Läufers sein. Diese Läufertypen…eben eine andere Welt! Wir waren nun schon über elf Stunden unterwegs, und der Kerl läuft, läuft, läuft, während ich Rad fahre…ne, damit komm ich echt nicht klar. “Lauf mal weiter, Ich werd kurz nochmal nen Anruf tätigen…”. Er nickte, lief weiter. Mario hatte seine Laufcommunity vorhin per Facebook  gefragt, ob das Brockenhotel am Wochenende geöffnet sei. Hinter seiner Überlegung vermutete Ich bereits, das er davon ausging, das es reichlich spät werden würde und ein Abstieg vom Gipfel immer ausgeschlossener. Aktuell überlegte ich also, welche Optionen uns im Zweifelsfall blieben. Ursprünglich wollte uns mein Vater bei Torfhaus abholen und uns dann zum Bahnhof Goslar fahren. Aber wenn wir erst nach Mitternacht den Gipfel erreichen würden….Ich hob den Hörer, während Mario irgendwo vor mir in der Dunkelheit verschwand… “…Hallo? Ja, hier ist Marco, Hi! Du…wir müssten uns über eine mögliche Planänderung unterhalten…”

20.10.2012 | 17:45 Uhr

“Ich hab soweit alles, okay, weiter geht’s!”
Gerade kam Ich aus dem Lidl, hatte nochmal was zu trinken gekauft, und ein wenig Proviant. Mir kam der Gedanke an Frau und Töchterchen, checkte daraufhin das Handy. “Uff! Soviele Nachrichten!”, dachte ich erschrocken! Ich schickte schnell eine SMS an die Familie, dann prüfte Ich Facebook, las die vielen Nachrichten meiner Mittester sowie der Community. “Diese Zuversichtlichkeit der Leute…”, murmelte Ich etwas verdrossen. Marco telefonierte währenddessen, zum wiederholten Mal. Dann verabschiedete er sich, legte auf. “Jo, dann geht’s weiter, Digga. Welche Richtung?”. Ich schaute auf’s Display der fenix, der Track verschwand jedoch gerade aus dem Blickfeld der Kartenansicht. Schnell zoomte Ich aus der Kartenanzeige heraus…da war er wieder! Ein Glück! Ich verglich mit dem gedruckten Kartenmaterial, schaute auf den Kompass, abschließend in die Laufrichtung.”Tja…wir befinden uns nun in Goslar, da macht das Navigieren mit den gedruckten Karten wenig Sinn. Ich hatte nämlich OSM-Karten für Gelände ausgedruckt…” Marco ergriff dann die Initiative, schwang sich auf den Sattel, radelte los. “Hast Recht, macht keinen Sinn, hinzu kommt ja noch der Straßenverkehr…ach weisste was? Wir folgen jetzt der Hauptstraße, ab geht’s irgendwie durch Goslar!”

20.10.2012 | 18:15 Uhr

Geschäftiges Nachtleben auf dem Goslarer Marktplatz: hell beleuchtete Läden und bunte Fachwerkhäuser; ein mit einem goldenen Adler bekronter Brunnen; das Rathaus mit seinen Spitzbogenfenstern und dem Arkadengang; unweit die hohen Türme der stimmungsvoll beleuchteten Marktkirche; kopfsteingepflasterte Gassen, die von zahlreichen alten Häusern gesäumt wurden: ob Bäckergildehaus, Kemenate Röver oder Großes Heiliges Kreuz…jedes mit seiner ureigenen Geschichte; viele Passanten, die überall umherwimmelten. Zwei Gestalten, die sich in einer dieser gemütlich wirkenden Seitengassen befanden und kaum von den Passanten unterschieden: Der Eine hielt ein Rad, schüttelte immer wieder in stummer Fassungslosigkeit den Kopf. Der andere hockte auf einem Treppenabsatz vor einem  alten Fachwerkgebäude, blickte gedankenversunken zum Ende der Gasse, versuchte wohl, sich die offensichtlichen Tränen nicht anmerken zu lassen, indem die Hand immer wieder unmerklich über Kopf und Gesicht wanderte. Die beiden hielten sich lange in dieser Gasse auf, redeten aufeinander ein, Gestikulierten. Es machte aber für etwaige Beobachter nicht den Anschein, als würden Sie streiten. Eher gegenseitiges, kumpelhaftes Schulterklopfen. Irgendwann hob der Eine dann die Hand, telefonierte, der andere machte stumm ein Foto. Dann setzen sich Beide in Bewegung. Gemeinsames Ziel: Hauptbahnhof Goslar.

20.10.2012 | 19:06 Uhr

Der Zug setzte sich in Bewegung, wurde dann schneller. Wir saßen im Fahrradabteil auf diesen Klappsitzen. Marco schüttelte den Kopf, biß dabei in seinen Cheeseburger. Ich war schneller, hatte in der gleichen Zeit bereits zwei vertilgt. “Kapier das immer noch nicht: Ich bin Heut stundenlang über Geröll, Gestein, spitzem Fels… oft genug habe Ich dabei die Reifen strapaziert…und dann fährste im dunkeln über Glasscherben und peng! Vorderreifen platt?! Könnt kotzen. Aber Ich glaub ja nicht an Zufälle…” Ich entgegnete: “Eben…bringt nix, sich nen Kopf deswegen zu machen…” Klar war Ich selber frustriert, die abgebrochene Tour saß noch schwer – nicht nur in den Knochen. Marco meinte grad: “Ist schon Krass…da sind wir drei-zehn Stunden unterwegs, und die Zugfahrt dauert nichtmal ne Stunde. Eines der Dinge, die Ich Heute bei dieser Tour gelernt habe ist unter anderem auch das Gefühl der Wertschätzung, schnell von A nach B zu kommen. Überleg ma: Früher warste mit Kutschen TA-GE-LANG unterwegs!” Wir unterhielten uns weiterhin angeregt, bis plötzlich ein bestimmter Gedanke aufkeimte. Ich schaute auf mein Handy, überflog die letzten Meldungen. “Hmmm…überlege grad, was Ich jetzt der Laufcommunity schreiben soll…einige schreiben Gib nicht auf! oder Du schaffst das locker! oder Wann biste da?Gibt’s was neues? Ehrlich gesagt, bin Ich damit grad überfordert…” Marco erwidert: “Dann schlaf erstmal drüber und schreib doch morgen?” Ich überlegte kurz, schüttelte dann den Kopf. “Ne, ich schreib denen jetzt und hier, dann hab Ich’s hinter mir. Ich hasse es, zu enttäuschen.” Marco guckt mich an wie ein Pferd. “Sag ma, soll ich mal LACHEN? Hey, wir haben gerade 80 km abgerissen…aaaachtziiig! Das war Dreamteam-Leistung, das war ne geile Tour! Chacka, wir hatten Spaß, nur darauf kommt’s an, das war die Hauptsache! Und nun schreibste noch nen Laufbericht! Komm: Noch nen Teamfoto, Ghettofaust, Digga!” Ich atmete nochmal tief durch, und versuchte etwas zu formulieren. Hm, was schreiben ?Ach,was soll’s, kurz und bündig muss es sein, hmmm. Dann hatte Ich es, tippte schlicht: “Enttäuschung pur. Aufgabe in Goslar. Grad keine Worte mehr.” Marco guckt mich an: “Weisste was? Diesen Trip wiederholen wir! Nur, das wir diesmal direkt in Goslar starten, den Kotzbrocken erklimmen, und DANN den kompletten Rückweg antreten…!”. Ich gucke Ihn erst etwas entgeistert an…dann muss Ich grinsen, und dieses Grinsen wurde immer breiter. Mir fiel gerade etwas ganz bestimmtes ein. “Du weisst aber schon, das Ich im August 2013 die 100 Meilen Berlin laufe und DU mir VERSPROCHEN hattest, mich mit dem Rad KOMPLETT zu begleiten? Na ? Wer guckt da jetzt wie ein Pferd?” :D

Ein Zug fährt durch die Nacht, vorbei an harzer Vorläufern und Höhenzügen. An Bord: Zwei kaputte Typen. Sprichwörtlich. Und durch. Aber sowas von!

Meraner Höhenweg

So nach 6 Wunderbaren Tagen in Südtirol lasse ich euch ein paar Impressionen vom Meraner Höhenweg zukommen ;)

Landschaftlich und Läuferisch eine absolute Top Adresse, viele Steigungen und Downhills, jede menge Top Aussichten auf die atemberaubende Bergkulisse -  Ein TRAUM!

Doch seht selbst :

Gabi: Nochmal Schritt-für-Schritt zum update …

Damit ICH es nicht vergesse … so kommt das update auf die fēnix™ …:

1) Wenn noch nicht vorhanden … webupdater downloaden

 

2) fēnix™ mit USB verbinden, Webupdater öffnen

3) Schritt für Schritt den Anweisungen folgen …

4) Kontrolle: Orange Knopf  drücken – Einstellungen – Info …

Bin mal gespannt, was verbessert wurde … ähhh wie war das noch? *Frauen und Technik* – wird mir da überhaupt was auffallen? Geht doch jetzt schon alles so wie ich es brauche … und wenn was nicht auf Anhieb gelingt, dann denke ich eh, dass das meine Schuld (Anwendungsfehler, …) ist …

 

UPDATE 2.90

Moin Friends & Fans,

das Update 2.90 ist erschienen und gibt uns die ein oder andere positive Veränderung. Seht selber.

Neue Gerätesoftware 2.90

Folgende Punkte wurden hinzugefügt:

  • Indoor-Training Unterstützung
  • Foot Pod Unterstützung
  • FIT Geschichte zum Hauptmenü (verschoben von Tracks)
  • Zusätzliche Details in FIT Geschichte
  • Speichern als Track Option zur Geschichte FIT
  • Löschen Option History FIT
  • Fähigkeit, die Karte Pan bei der Überprüfung Tracks, Routen und Wegpunkte
  • Präzision Herzfrequenzbereich Datenfeld
  • Fuß / hr vertikale Geschwindigkeit Einheiten

Folgende Punkte wurden verbessert:

  • Vertikale Geschwindigkeit
  • ANT-Sensor Zuverlässigkeit der Verbindung
  • Kalorienermittlung
  • Leistung von Höhendaten in festen Höhenmesser-Modus, wenn GPS nicht läuft
  • Leistung von Höhendaten in Sensoren immer auf und Sensoren auf Anfrage Modi
  • Wegpunktliste Länge

Folgende Probleme wurden abgestellt:

  • Feste potenzielles Problem mit alternativen Zeitzone DST Berechnungen
  • Feste potenzielles Problem mit der aktiven Spur zeigt fälschlicherweise auf der Karte
  • Feste potenzielles Problem mit Auto-Licht
  • Feste potenzielles Problem mit Rechtschreibprüfung Suche nach Wegpunkten
  • Feste potenzielles Problem mit fehlenden Daten beim Speichern großen FIT-Aktivitäten
  • Es gab Probleme mit der Eingabe negativer Höhenwerte

 

Update